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Hambacher WaldReden statt räumen!

Umweltschützer des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) halten am 29.11.2017 im Hambacher Forst in Kerpen (Nordrhein-Westfalen) ein Transparent mit der Aufschrift "Klima schützen! Wald retten! Kohle stoppen!".
Umweltschützer stellen sich der Rodung des Hambacher Waldes entgegen.

Die NRW-Landesregierung muss die Räumung des Hambacher Waldes sofort stoppen und für ein Rodungsmoratorium sorgen.

Die Räumung der Baumhäuser im Hambacher Wald durch RWE und die NRW-Landesregierung aus „Brandschutzgründen“ ist völlig unnötige Provokation. Die beinahe alberne Brandschutz-Weisung an den zuständigen Kreis ist eine rechtlich mehr als fragwürdige Machtdemonstration. Die grüne Bundestagsfraktion appelliert an alle Beteiligten, sich jetzt nicht provozieren zu lassen und ohne Gewalt dagegen zu protestieren.

Anschlag auf die Kohle-Kommission

Mit ihrem Agieren setzen RWE, Laschet und Pinkwart ohne Not die Chance eines gesellschaftlichen Kompromiss zum Kohleausstieg aufs Spiel. Einen Kohleabbau, bei dem es nur noch um das Wie und Wann des Endes geht, lässt sich nicht auf dem Rücken der Polizei durchsetzen.

Dass Bundeskanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Altmaier nichts unternommen haben, den Konflikt zu deeskalieren, zeigt leider das Desinteresse der Bundesregierung an Fortschritten beim Klimaschutz. Es kann nicht sein, dass während die Kohle-Kommission über den Kohleausstieg verhandelt, im Rheinischen Braunkohlerevier Fakten geschaffen werden.

Wald schützen, Kohle stoppen!

In einer Resolution hatte der Fraktionsvorstand die Bundesregierung bereits Anfang September 2018 dazu aufgefordert, den Druck auf RWE zu erhöhen. Es braucht ein Rodungsmoratorium, solange die Kohle-Kommission tagt und eine schnelle Stilllegung der schmutzigsten Kraftwerke. Weitere Rodungen für den Braunkohleabbau ergeben keinen Sinn und stehen in keinem Verhältnis zu den dadurch verursachten gesellschaftlichen und ökologischen Schäden.

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