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WindenergieWindkraft - Da geht noch viel mehr!

Windräder während der Abenddämmerung
Mittels Ausschreibungsverfahren werden nun die Preise ermittelt. Das Ergebnis ist, dass die Windkraft günstig ist und noch viel mehr ausgebaut werden muss.

Die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für die Windkraft sind überraschend positiv. Vor allem der überragende Erfolg der Bürgerenergien war nicht absehbar. Sie erhielten sage und schreibe 96 Prozent der bezuschlagten Projekte. Auch wenn hinter vielen dieser Genossenschaften professionelle Projektierer oder Unternehmen stehen, ist dies ein beachtlicher Erfolg.

Dazu kommt, dass der erzielte Durchschnittspreis von 5,71 Cent pro Kilowattstunde Strom ein klarer Beleg dafür ist, dass die Windenergie längst wettbewerbsfähig mit den alten, schmutzigen Energieträgern ist. Dieser Trend wurde vor einigen Wochen noch deutlicher bestätigt bei der Ausschreibung für Windparks auf See. Den Zuschlag erhielten überwiegend Projekte, die ab 2025 keine Förderung mehr benötigen. All das zeigt: Die Erneuerbaren sind reif für die Übernahme des Stromsystems.

Erneuerbare Energien müssen expandieren

Wirtschaftlich macht es keinen Sinn mehr, die sauberen und günstigen Energien zu behindern und damit den Klimaschutz auszuhebeln. Doch die schwarz-rote Koalition tut genau das. Sie will die Windkraft immer noch rigoros deckeln, um Kohlekraftwerken die grüne Konkurrenz vom Leibe zu halten.

Klar ist aber, dass die jetzt bezuschlagten Windräder auch tatsächlich gebaut werden müssen. Hier sind Zweifel angebracht. Denn die allermeisten Projekte haben noch keine Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz. Die aber ist für den Bau erforderlich. Die Branche befürchtet, dass viele Windräder die Genehmigung nicht erhalten werden. Dann droht der Windenergieausbau ab 2019 einbrechen. Die Bundesregierung muss schleunigst klar machen, wie sie das verhindern will.

Grüne Bundestagsfraktion sieht Nachbesserungsbedarf

Trotz der guten Ergebnisse, besteht für Jubel kein Anlass. Denn schon die erste Runde zeigt, dass Ausschreibungen kein Allheilmittel sind. Hauptproblem ist, dass es am Ende zu viele „Papiermühlen“ gibt, also Windräder, die den Zuschlag erhielten, jedoch nie gebaut werden. Damit droht der ohnehin zu geringe Ausbaukorridor der Bundesregierung noch unterschritten zu werden.

  1. Ausschreibungsmenge deutlich erhöhen

Es ist völlig absurd, dass mehr als die Hälfte der Gebote leer ausging, obwohl sie preiswerter sind als Strom aus neuen Gas- und Kohlekraftwerken. Die Ausbaugeschwindigkeit sollte schnellstmöglich auf etwa 5.000 MW pro Jahr erhöht werden. So hätten mehr Unternehmen und auch Binnenstandorte bessere Chancen auf Zuschläge. Außerdem ist bei der Ausschreibungsmenge auch zu berücksichtigen, dass nicht alle bezuschlagten Projekte planmäßig realisiert werden.

  1. Fadenriss verhindern

Der Bau der ausgeschriebenen Windenergieleistung muss sichergestellt werden. Werden Projekte nicht realisiert, etwa weil Genehmigungen nicht erteilt werden, müssen sie unverzüglich erneut ausgeschrieben werden. Nach jetziger Gesetzeslage fallen die Projekte komplett aus.

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