Fachgespräch: EntwicklungsfinanzierungArme Länder in der Schuldenfalle

Demo gegen Weltbank und IWF in Südafrika, in Cape Town 2007
Die grüne Bundestagsfraktion hat sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Grüner Salon Entwicklungsfinanzierung" Anfang November 2016 mit der Verschuldung von Entwicklungsländern befasst. Es droht die Rückkehr einer weltweiten Schuldenkrise. Das Foto zeigt eine Demo gegen Weltband und IWF in Südafrika, Cape Town 2007.

Seite 6: Kann die deutsche G20-Präsidentschaft 2017 etwas bewirken?

Stephanie Blankeburg formulierte abschließend die Hoffnung für die G20-Präsidentschaft Deutschlands in 2017, dass in der Arbeitsgruppe zur internationaler Finanzstruktur das Thema Entwicklungsländer und Schuldenkrisen angegangen werde. Lösungswege müssen aber idealerweise unter Einbeziehung der UNO und der hier tätigen UNCTAD beschritten werden. Deutschland könnte eine Mittlerrolle einnehmen zwischen den Schuldnerstaaten unter den Entwicklungsländern und den Gläubigern in den Industriestaaten, wozu mittlerweile aber auch China gehöre.

Geoffrey Chongo hofft darauf, dass der IWF erkennen möge, dass Austerität, bspw. durch das Streichen von Subventionen, die wirtschaftliche Erholung behindert statt befördert und großes Leid für die Menschen bringt.

Jürgen Kaiser zeigt sich durchaus optimistisch. Unter dem chinesischen G20-Vorsitz ist es gelungen, das Thema Schulden ansatzweise im Abschlussdokument zu verankern - und Deutschland will die dortigen Themen grundsätzlich weiter verfolgen. Deutschland habe angekündigt, sich um mehr „Resilienz“ auf den Finanzmärkten zu bemühen. Hier besteht hohes Potential. Diskussionen müssten aber ergebnisoffen geführt werden, statt schon zu Beginn Alternativen zu verwerfen.

Mehr zum Thema Entwicklungszusammenarbeit

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4401276