Fleisch und KrebsrisikoFleisch in Maßen statt in Massen

Ein Portion frisches Mett auf einem Holzbrett.

Die Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) bestätigt, was seit Jahren vermutet wird: Es gibt einen Zusammenhang zwischen einem hohen Fleischverzehr und dem Risiko, an Krebs zu erkranken. Dass zu viel Fleisch auch aus gesundheitlichen Gründen nicht zu empfehlen ist, ist nicht neu. Diese Erkenntnis wird nun durch die Einstufung der IARC einmal mehr bestätigt. In Deutschland ist der Fleischkonsum fast doppelt so hoch, wie es von Ernährungswissenschaftlern empfohlen wird. Erfreulich ist, dass er seit Jahren sinkt. Laut Untersuchungen sind mehr als die Hälfte der Bundesbürger bereit, weniger Fleisch zu essen. Auch die Anzahl der VegetarierInnen und VeganerInnen wächst. Doch die Bundesregierung setzt weiter auf die billige Massenproduktion von Fleisch und damit auch auf den Fleischkonsum.

Weniger bringt mehr - für Umwelt und Gesundheit

Ein Umsteuern weg vom hohen Fleischkonsum ist dringend notwendig, auch wegen der ökologischen Folgen und der Auswirkung unseres hohen Fleischkonsums auf die Welternährung. Wenn alle Menschen so viel Fleisch essen würden wie wir, bräuchten wir noch eine zweite Erde - nur für den Futtermittelanbau. Schon heute wandern 30 Prozent der Weltgetreideernte in die Futtertröge. Und ein Kilo Schweinesteak zu erzeugen, verursacht rund 20 mal mehr Treibhausgase als ein Kilo Gemüse anzubauen.

Bundesregierung setzt weiterhin auf Masse statt Klasse

Mäßig statt übermäßig gilt also beim Fleischkonsum. Daher muss auch die Bundesregierung die Weichen auf Qualität statt auf Masse bei der Fleischproduktion setzen und ihre auf billige Fleischerzeugung ausgerichtete Politik beenden. Sie muss die Rahmenbedingungen für mehr Ernährungsvielfalt schaffen, zum Beispiel durch ein gutes Angebot in Schulen, Kitas und Kantinen, auch mit vollwertigen Gerichten für Vegetarier und Vegetarierinnen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen bei ihrem Wunsch nach weniger aber dafür tiergerecht erzeugten Fleischprodukten unterstützt werden. Eine Tierhaltungs- und Herkunftskennzeichnung von Fleisch soll ihnen mehr Wahlfreiheit schaffen. Notwendig ist auch eine klare, einheitliche Kennzeichnung für vegetarische und vegane Lebensmittel.

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1 Kommentar
Ernährung ist Privatangelegenheit
Gast 09.11.2015

Ernährung ist Privatsache verdammt noch mal. Nur Kommunisten und Sozialisten wie der Vegetarier Adolf Hitler mischen sich in jede Privatangelegenheit ein und machen alles zum Politikum.

Ich esse was ich will, fahre was ich will u.s.w.

BASTA

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