60 Jahre Römische VerträgeJa zu Europa – Mut zu Veränderung

Eine Flaggen aus Ländern der Europäischen Union

Seite 2: Aktuelle Herausforderungen können Europa wieder stark machen

Prof. Dr. Claus Leggewie, Direktor des kulturwissenschaftlichen Instituts Essen wies in seiner Keynote darauf hin, dass die aktuelle Krise keine übliche EU-Krise sei. Es sei bittere Ironie, dass 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges der erneuerte und intensivierte Konflikt zwischen Russland und Amerika heute die Integrität und Autonomie der europäischen Staaten bedrohe. Dennoch hielt Leggewie allen EU-Zweiflern zum Trotz dagegen, dass die aktuellen Herausforderungen Europa erst recht stark machen könne. Trumps Fehdehandschuh, Putins Aggression, der Brexit und das Aufkommen populistischer Querfronten könnten dazu führen, die Mängel der EU schonungslos offen zu legen. Die EU sei zwar real ein Binnenmarkt aber eben noch keine Sozialunion, keine Fiskalunion und keine Verteidigungsunion. Auch wenn noch kein europäischer Frühling eingekehrt sei, könne Europa mit dem französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron oder der Wahl des österreichischen Präsidenten van der Bellens Hoffnung schöpfen. Die erforderliche Erneuerungsallianz werde aber nur blühen, wenn alle europäischen Kräfte sich so eng zusammenschließen wie in der Gründungsphase der europäischen Gemeinschaft.

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