Statements von Jürgen Trittin & Frithjof Schmidt

"Die Frage, wie wir mit der Umwelt, der Natur und dem Klima umgehen, ist entscheidend für die Zukunft unserer Kinder. Doch nur wer weiß, wie wertvoll Natur und Umwelt sind, wird sie schützen. Darum ist es wichtig, dass schon die Kleinsten umweltbewusstes Verhalten und einen sorgsamen Umgang mit der Natur lernen – und dies hoffentlich ein Leben lang beibehalten. Die Achtung vor der natürlichen Umwelt ist deshalb als Bildungsziel in den Kinderrechten verankert." Jürgen Trittin MdB

 

"Jedes Kind hat ein Recht seine Persönlichkeit zur freien Entfaltung zu bringen. Dieses Recht gilt unabhängig von Geschlecht oder Herkunft der Eltern. Vereine wie die Bochumer IFAK, eine Selbstorganisation von Zuwanderern und Einheimischen auf kommunaler Ebene, leisten einen wichtigen Beitrag und verdienen unser aller Unterstützung, damit Kinderrechte garantiert werden. Das gemeinsame Spielen und Lernen von Kindern unterschiedlicher Herkunft fördert Akzeptanz und Toleranz für Kinder und Eltern.

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung hat sehr deutlich gezeigt, dass es in den einzelnen Bundesländern nach wie vor keine gleichen Chancen auf Bildungsteilhabe gibt. Deutschland ist Nachzügler, wenn es darum geht, Bildungschancen unabhängig von der Herkunft der Eltern zu ermöglichen. Daher bedarf es weiterer Reformanstrengungen in unserem Bildungssystem und verstärkter Investitionen im Bereich der frühkindlichen Bildung. Nur dadurch kann langfristig wirkliche Chancengerechtigkeit unabhängig der Herkunft geschaffen werden. Dies umzusetzen, ist ein zentraler Schwerpunkt grüner Politik." Frithjof Schmidt MdB

 

Artikel 29 im Wortlaut:

(1) Die Vertragsstaaten stimmen darin überein, dass die Bildung des Kindes darauf gerichtet sein muss,

a) die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung zu bringen;
b) dem Kind Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätzen zu vermitteln;
c) dem Kind Achtung vor seinen Eltern, seiner kulturellen Identität, seiner Sprache und seinen kulturellen Werten, den nationalen Werten des Landes, in dem es lebt, und gegebenenfalls des Landes, aus dem es stammt, sowie vor anderen Kulturen als der eigenen zu vermitteln;
d) das Kind auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer freien Gesellschaft im Geist der Verständigung, des Friedens, der Toleranz, der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Freundschaft zwischen allen Völkern und ethnischen, nationalen und religiösen Gruppen sowie zu Ureinwohnern vorzubereiten;
e) dem Kind Achtung vor der natürlichen Umwelt zu vermitteln.

(2) Dieser Artikel und Artikel 28 dürfen nicht so ausgelegt werden, dass sie die Freiheit natürlicher oder juristischer Personen beeinträchtigen, Bildungseinrichtungen zu gründen und zu führen, sofern die in Absatz 1 festgelegten Grundsätze beachtet werden und die in solchen Einrichtungen vermittelte Bildung den von dem Staat gegebenenfalls festgelegten Mindestnormen entspricht.

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