Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – gleiche Chancen für Frauen

Durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn bekommen Frauen in Deutschland. In kaum einem anderen EU-Land sind die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern so hoch. Viele Frauen arbeiten aus familiären Gründen in Teilzeit, haben schlecht bezahlte, typische "Frauenberufe" oder werden direkt diskriminiert: weniger Lohn für dieselbe Arbeit. Die grüne Fraktion fordert deshalb ein echtes Verbandsklagerecht im Antidiskriminierungsgesetz, damit Frauen nicht allein gegen Firmen klagen müssen. Außerdem machen wir uns stark für eine Mindestlohnregelung, die vor Lohndumping schützt, und wollen, dass die Eingruppierungskriterien des öffentlichen Dienstes geschlechtergerecht überarbeitet werden.

Mehr Unternehmerinnen, mehr Frauen in Führung

Für die Privatwirtschaft haben wir Anforderungen an ein Gleichstellungsgesetz entwickelt: mit Personalentwicklungsplänen und klaren Zielvorgaben für Einstellung, Qualifizierung und Beurteilung. Wir wollen mehr Frauen als Unternehmerinnen gewinnen und junge Frauen schon früh ermuntern, in vermeintliche Männerberufe einzusteigen. Im Grundgesetz ist die Förderung der Gleichstellung verankert. Deshalb muss der Bund öffentliche Aufträge bevorzugt an Unternehmen mit effektiven Maßnahmen zur Gleichstellung vergeben.

Nach norwegischem Vorbild haben wir für die Aufsichtsräte eine Quote von mindestens 40 Prozent Frauen vorgeschlagen – für mehr Frauenpower, frischen Wind und effektivere Kontrolle. Denn die Krise offenbart, wie sehr die Vergabe von Posten in den immer gleichen Zirkeln auch der Wirtschaft schadet.

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