Geld für die Bildung ist unsere Priorität: der Bildungssoli

Nur ein gutes Drittel aller Schulabgänger strebt in Deutschland an die Hochschulen – eine erstaunlich geringe Zahl für ein so hoch entwickeltes Land. Die Ursache: ein Schulsystem, das nicht fördert, sondern aussortiert. In keinem anderen Land ist der Bildungserfolg so abhängig vom sozialen Status der Eltern wie bei uns – mit negativen Folgen für Individuum und Gesellschaft.

Geld für die Bildung setzen wir Grüne deshalb an erste Stelle. Wir wollen einen Teil der Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag, die bis 2019 nicht für den Aufbau Ost benötigt werden, schrittweise in einen Bildungssoli umwandeln. Außerdem dringen wir darauf, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern aus der Föderalismusreform I wieder aufzuheben, damit beispielsweise das erste, noch von Rot-Grün aufgelegte Ganztagsschulprogramm weiterentwickelt und fortgeführt werden kann.

Studieren bezahlbar machen

Die grüne Studienfinanzierung löst sich von der absoluten Elternabhängigkeit des BAföG und zahlt allen Studierenden einen Sockel von 200 Euro im Monat. Studierende aus einkommensschwachen Elternhäusern erhalten darüber hinaus einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Damit wollen wir diesen jungen Leuten die Angst vor der Verschuldung nehmen und sie für ein Studium gewinnen.

BAföG für Erwachsene

Wir haben ein Erwachsenen-BAföG konzipiert, das wirklich lebenslanges Lernen ermöglicht. Ein individueller Mix aus Zuschuss und Darlehen finanziert den Lebensunterhalt in Phasen der Aus- und Weiterbildung. Auch wer erst spät einen Schulabschluss nachholt, soll in dieser Zeit Geld zum Leben bekommen – und zwar als Vollzuschuss. So unterstützen wir all jene, die nicht in jungen Jahren einen Bildungsschritt an den anderen gereiht haben. Außerdem soll die Bundesagentur für Arbeit die Hälfte ihrer Weiterbildungsmittel für die Unterstützung von Geringqualifizierten einsetzen.

weiter mit: Gerechte Gesundheit

3975619