Gesprächsreihe

Gemeinsam auf den Weg machen – für eine zukunftsfeste Wirtschaft

Gemeinsam auf den Weg machen – für eine nachhaltige Wirtschaft

Im Rahmen der Gesprächsreihe „Gemeinsam auf den Weg machen“ hat sich die grüne Fraktionsführung, Mitglieder des Bundesvorstands von Bündnis 90/Die Grünen und der Sondierungsgruppe sowie Fachabgeordnete aus der Bundestagsfraktion mit Unternehmerinnen und Unternehmer verschiedener Branchen zu einem konstruktiven Austausch getroffen. Im Vordergrund stand dabei ein neues Leitbild für eine Wirtschaft, die ökologisch, sozial und digital geprägt ist.

Made in Germany als Nachhaltigkeitsmarke ausbauen

Umwelt- und Klimaschutz geht einher mit einer nachhaltigen Wirtschaft. Hierbei spielen neue Produktionsabläufe, aber auch gute Jobs und innovative Neugründungen eine wesentliche Rolle. Die Politik muss dafür die richtigen Rahmenbedingungen setzen - sei es durch richtige Anreize für eine ressourcensparende Produktion oder ein faires Wettbewerbsrecht. Auf der anderen Seite müssen Fehlverhalten sanktioniert und ökologisch schädliche Subventionen abgeschafft werden. Deutschland kann Vorreiter einer innovativen und nachhaltigen Wirtschaftsweise werden. „Made in Germany“ wäre dann mehr als nur ein Qualitätsmerkmal.

Für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die Digitalisierung eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Deutschland muss als eine der wichtigsten Industrienation diese Herausforderung annehmen. Konkrete Forderungen an die Politik sind hier der flächendeckende Glasfaserausbau, finanziert zum Beispiel durch den Verkauf der Telekom-Anteile des Bundes. Ängste und Vorbehalte aus der Bevölkerung dürfen nicht ignoriert werden: Daten müssen sicher bleiben und die Menschen durch die Digitalisierung nicht abgehängt werden. Das funktioniert am besten durch eine gute Aus- und Weiterbildung. Bildung ist die wichtigste natürliche Ressource und der Bund muss hier viel mehr tun als bisher. Dazu sind Veränderungen in der Bildungspolitik notwendig – unter anderem durch die Aufhebung des Kooperationsverbotes.

Viele Unternehmen beschäftigen Flüchtlinge und tragen mit viel Engagement, Zeit und Geld zu einer gelungen Integration bei. Größtes Problem aber ist derzeit die unsichere Rechtspraxis. Es kann passieren, dass ein Auszubildender erst mit viel Mühe eingelernt und dann abgeschoben wird. Viele Betriebe scheuen sich deshalb, Flüchtlinge einzustellen, obwohl sie dringend auf sie angewiesen sind. Sie wünschen sich mehr Sicherheit durch ein modernes Einwanderungsgesetz.

Weitere spannende Themen - wie das Sterben des Einzelhandels, Mobilitätswende und der Ausbau des ÖPNVs aber auch CO²-Besteuerung und Steuerentlastungen für kleine und mittlere Unternehmen - konnten aufgrund der begrenzten Zeit nur angerissen werden. So waren sich am Ende alle Anwesenden einig: Diese Gesprächsreihe sollte weitergeführt werden.

Statement von Cem Özdemir im Anschluss

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