Gesprächsreihe

Gemeinsam auf den Weg machen (II)

Für Inklusion, Barrierefreiheit und volle Teilhabe

Die inklusive Gesellschaft ist ein wichtiges Ziel grüner Politik - jetzt und in Zukunft. Deshalb trafen sich begleitend zu den Sondierungsgesprächen Abgeordnete der grünen Bundestagsfraktion mit Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen und Angehörigen von Menschen mit Beeinträchtigung.

An dem Gespräch nahmen VertreterInnen von Abilitywatch, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Deutschen Gehörlosenbund, der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben, Mensch Zuerst, Weibernetz und der Angehörigenvereinigung bei der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie teil. Die Fraktion war durch Katja Dörner MdB und Mitglied der Sondierungsgruppe, Corinna Rüffer MdB, Maria Klein-Schmeink MdB und Beate Müller-Gemmeke MdB vertreten.

Nachbesserungen am Bundesteilhabegesetz sind notwendig

Es gibt viel zu tun, bis unsere Gesellschaft inklusiv ist, darüber herrschte Einigkeit unter den Teilnehmenden. So braucht es Nachbesserungen am noch jungen Bundesteilhabegesetz: Niemand darf dazu gezwungen werden, in einem Wohnheim zu leben. Das gilt auch für Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf, für die es bereits jetzt teilweise sehr schwierig ist, überhaupt jenseits des Elternhauses zu leben. Darüber hinaus sollen Teilhabeleistungen komplett finanziert werden, denn es ist ungerecht, wenn behinderte Menschen selbst für etwas bezahlen müssen, was für nichtbehinderte Menschen selbstverständlich ist.

Wahlrecht auch für behinderte Menschen

Von den Wahlen zum nächsten Europäischen Parlament und zum nächsten Bundestag darf niemand mehr aufgrund einer Behinderung ausgeschlossen werden. Auch beim Abbau von Barrieren und beim Schutz vor Diskriminierung und Gewalt werden wir uns für deutliche Fortschritte einsetzen. Denn noch immer haben es behinderte Menschen schwerer, einen Arbeitsplatz zu finden. Dass sie viel öfter Gewalt erleben, als nichtbehinderte Menschen, ist seit langem bekannt. Alle Maßnahmen müssen dabei auch Menschen nutzen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung sehr viel Unterstützung brauchen.

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