Gesprächsreihe

Gemeinsam auf den Weg machen (II)

Für Wissenschaft, Forschung und Hochschule

Im Rahmen der Gesprächsreihe der Bundestagsfraktion "Gemeinsam auf den Weg machen" fand am 19. Oktober 2017 ein intensiver Austausch mit Gästen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft statt. Dabei wurden die Perspektiven und die zentralen Funktionen dieser Bereiche bei der Lösung der wichtigen gesellschaftlichen Herausforderungen diskutiert.

An dem Gespräch nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaftsorganisationen Fraunhofer, Helmholtz, Leibniz und Max-Planck-Gesellschaft teil. Mit dabei waren auch VertreterInnen der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, der Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten an Hochschulen, des Wuppertal Instituts und des IÖW für Ecornet, das Forschungsnetzwerk der unabhängigen Institute der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, sowie des NABU für die zivilgesellschaftliche Plattform "Forschungswende". Von Seiten der Bundestagsfraktion waren Kai Gehring MdB, Anna Christmann MdB und Ottmar von Holtz MdB an dem Austausch beteiligt.

Wissenschaftssystem strukturell und finanziell stärken

Forschung und Entwicklung sind die Basis unseres Wohlstandes. Große Einigkeit bestand deshalb darin, dass das Wissenschaftssystem strukturell und finanziell gestärkt werden muss. Insbesondere sollten die entsprechenden Pakte weitergeführt und die Infrastrukturen des Wissens ausgebaut werden. Zur nachhaltigen Gestaltung des Wissenschaftssystems zählt die Sicherung der Grundlagenforschung ebenso wie eine stärkere Einbeziehung der Zivilgesellschaft und die stärkere Ausrichtung an den UN-Nachhaltigkeitszielen. Anzustreben wäre nach einhelliger Überzeugung der Gesprächsrunde ein Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbetrieb fair gestalten

Garanten für den Erfolg des Wissenschaftssystems sind die Talente der darin arbeitenden Menschen aus dem In- und Ausland. Für sie müsse es faire Arbeitsbedingungen und planbarere Karriereperspektiven geben. Vielfalt und Pluralismus sowohl unter den Forschenden als auch bei deren Forschungsansätzen ermöglichen Lösungsansätze für komplexe Herausforderungen. Auch deshalb sollten Geschlechtergerechtigkeit, Interdisziplinarität und vielfältige Zugänge gezielter gefördert werden.

Austauschprogramme und internationale Partnerschaften ausbauen

Wissenschaft ist ohne den internationalen Austausch nicht denkbar. Sowohl der wertegeleitete Einsatz für die Wissenschaftsfreiheit weltweit als auch die Stärkung der Willkommenskultur in Deutschland wurden von den Gesprächspartnern als besonders bedeutsam herausgestellt. Austauschprogramme und andere internationale Partnerschaften gilt es entsprechend auszubauen.

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