Tag der offenen Tür

In der Fairhandelszone

Das grüne Thema am Tag der offenen Tür des Bundestages war das zurzeit verhandelte Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA. Die Kritik an diesem Abkommen wächst. Obwohl dieses Freihandelsabkommen die Menschen in Europa und den USA unmittelbar betrifft, werden die Öffentlichkeit und auch die Parlamente über die Inhalte und den Stand der Verhandlungen nur unzureichend informiert. Die Verhandlungen darüber finden nicht öffentlich, quasi im Geheimen, statt. Für uns ein Anlass, am Tag der offenen Tür im Bundestag  zu diesem Thema umfassend zu informieren. Wir sagen: Nur fairer Handel, ist freier Handel! TTIP – so nicht!

Unsere grüne FAIRHANDELSZONE auf der Fraktionsebene unter der Reichstagskuppel wurde schnell zum Umschlagplatz von Gedanken und Ideen. Ein anderes Thema waren die Enthüllungen von Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal aller Zeiten. Hier zu informierten und diskutierten unsere Abgeordneten Hans-Christian Ströbele und Konstantin von Notz, beide Mitglied im NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag.

Die Sonne schien, die Stimmung war gut und viele, viele Menschen kamen, um sich vor Ort über den Bundestag und über Politik zu informieren. Sie diskutierten mit unseren Abgeordneten, schauten, fragten, hörten zu und gaben beim Quizzen alles. Unsere Themen interessierten sehr. Besonders junge Menschen wollten wissen, ist der NSA-Überwachungsskandal überhaupt aufzuklären? Beim Thema TTIP konnten wir viele Gäste an unserem Stand dafür sensibilisieren, dass sich dieses Abkommen auch unmittelbar auf ihr Leben auswirken kann. Denn was passiert mit unseren europäischen Standards, die zum Beispiel die Inhalte von Haarshampoo, Duschgel, in Hautcremes oder im Essen definieren, wenn us-amerikanische Waren ohne entsprechende Standards und Kennzeichnungen auf den europäischen Markt drängen?

Für uns Grüne im Bundestag war es ein erlebnisreicher und lebendiger Tag. Wir nehmen viele Fragen, Anregungen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger mit für unsere Parlamentsarbeit. 

4392791