Pflege

Durch das Pflegeneuausrichtungsgesetz steigen zum Jahresanfang die Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte. An Demenz erkrankte Menschen bekommen dann geringfügig mehr Leistungen. Außerdem kommt der Pflege-Bahr, eine private Pflege-Zusatzversicherung. Er ist unsozial, überflüssig und nur was für BesserverdienerInnen.

Gesundheit

Keine Praxisgebühr mehr

Die Praxisgebühr von 10 Euro, die bislang beim ersten Besuch von Arzt und Zahnarzt im Quartal zu zahlen war, entfällt ab dem 1.1.2013. Viele Geringverdienende und chronisch Kranke, die von der Belastungsobergrenze in Höhe von einem beziehungsweise zwei Prozent des Bruttoeinkommens für Zuzahlungen profitieren, werden davon aber wenig merken: Zwar sparen sie auf der einen Seite die Praxisgebühr. Gleichzeitig steigt aber ihr Eigenanteil bei der jährlichen Zuzahlung für Arzneimittel in gleicher Höhe, so dass sich unter dem Strich vermutlich keine Einsparung ergibt.

Beitragsbemessungs- und Versicherungspflichtgrenze steigen

Die Beitragsbemessungsgrenze steigt. Bislang werden auf die Lohnbestandteile oberhalb 3825 Euro keine Krankenversicherungsbeiträge erhoben. Im nächsten Jahr steigt die Obergrenze auf 3937,50 Euro.

In Deutschland können sich Besserverdienende aus der Solidargemeinschaft verabschieden. Wer diesen Freibrief nutzen will, muss im nächsten Jahr mindestens 52.200 Euro verdienen. Im Moment liegt die Versicherungspflichtgrenze noch bei 50.850 Euro.

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