Spielbericht

Grüne Tulpe - CFB Hasenheide

Jedes Spiel fängt bei Null an (Lothar Matthäus) und diese Null wollten wir halten, ein 2:4 wie im letzten Spiel gegen CFB Hasenheide sollte es diesmal nicht geben. 

Das ist uns auch bis zum Gegentor ganz gut gelungen (Thomas Häßler). Leider fiel dies schon in den ersten 10 Minuten. Der Gegner kam über die linke Abwehrseite durch, legte quer und auf der rechten Seite standen plötzlich zwei Mann frei, die das Ding beinahe noch versemmelten. Doch der Ball ging unter statt über die Latte. 1:0 für CFB (Cola Fanta Bier) Hasenheide. Doch davon ließ die Tulpe sich nicht beirren: Aufstehen, Mund abputzen, weitermachen! (Oliver Kahn)

In der Folge kam das grüne Gewächs aus dem Bundestag auch zu einigen Eindrittel- bis Halbchancen gegen die Jungs von Berlins bekanntestem Drogenpark. Doch es waren die Colas, die es wieder klingeln ließen. Völlig harmlose Situation im Mittelfeld, der Mittelfeldman von der Hasenheide trabte ein paar Schritte, blickte kurz auf und banante den Ball zum Strafraum (frei nach Walter „Schoko“ Schachner). Jochen, ganz der moderne Torwart, stand das Spiel lesend und antizipierend ein paar Schritte vor dem Fünfer und wurde leider ganz klassisch am Montagabend durch einen Sonntagsschuss überlupft.

Die Tulpe war um den Anschluss bemüht, doch Mitte der zweiten Halbzeit ereignete sich leider noch unschönes. Andrea überbrückte das Mittelfeld in schnellem Lauf und wurde jäh durch den defensiven Mittelfeldmann des CFB gestoppt der ihr wuchtig, wie einst Klinsmann in die Werbetonne, in den Lauf und gegen den Ball trat. Sie musste erstmal vom Platz, zum Glück war es jedoch keine Oberschenkelzerrung im linken Fuß (Guido Buchwald). Und wie es so oft ist, erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch das Pech hinzu (Jürgen Wegmann).

Es erinnerte alles ein bißchen an einen Kanzlerkandidaten im Wahlkampf: Ein verunglückter Querpass im eigenen Strafraum landete in den Füßen des Gegners, dieser schloss sofort ab. Doch Jochen geistesgegenwärtig wie der beste Torhüter der Welt, der nie für seine Nationalmannschaft gespielt hat, wehrte den Schuss des Gegners ab, der jedoch im Nachschuss den Ball im Netz versenken konnte. So stand es am Ende 0:3 und das war nicht mal unverdient. Man darf jetzt aber auch nicht alles so schlecht reden, wie es war. (Fredi Bobic)

Freizeitfußballspiele sind eben keine russischen Wahlen, bei denen immer gewonnen wird (Gyula Lorant). Es gibt im Fußball eben Wellentäler wie im normalen Leben oder an der Börse (Günter Netzer). Aber nächste Woche kommt endlich der Aufschwung, ganz bestimmt.

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