Spielbericht

Grüne Tulpe - DIHK

Grüne Effektivität beim Torabschluss

Das Spiel begann bei leichtem Nieselregen eher verhalten. Beide Mannschaften versuchten Zugriff auf Spiel und Gegner zu bekommen. Allerdings machte der nasse Rasen dies zu einer schweren Angelegenheit.

Die Grüne Tulpe schaffte dann zunehmend spielbestimmend zu agieren und den DIHK tiefer in die eigene Hälfte zu drängen. Entscheidende Impulse gingen immer wieder vom ackernden 6er Simon und vom rechten Mittelfeldspieler Felix aus. Beide schalteten hervorragend von Defensive auf Offensive um. Insgesamt sah man immer wieder gute offensive Ansätze, die aber leider nicht effektiv zu Ende gespielt wurden.

So war es bezeichnend, dass der erste ernstzunehmende Torabschluss der Tulpe gleich ein Strafstoß war. Nach einem Traumpass von Andrea in die Spitze auf Finn wurde dieser beim Versuch der Ballannahme entscheidend von einem DIHK'ler umgestoßen – eindeutiger Elfmeter. Tulpe-Präsident Markus schnappte sich das Leder und wuchtete den Ball dann zentral unter die Latte und ließ dem DIHK Torhüter keine Abwehrchance.

Doch auch das Team der DIHK zeigte immer wieder spielerische Stärken und blieb stets gefährlich in der Vorwärtsbewegung. So donnerte noch vor dem grünen 1:0 der erste Schuss der Partie aus ca. 30m an den rechten Pfosten und dann ins Toraus – Glück für die Tulpe.

Nach dem Elfmeter passierte in der ersten Halbzeit erstmal nicht mehr viel und man ging verdient mit der knappen Führung in die Pause.

Abwehrbollwerk und Kollektivarbeit

In der zweiten Halbzeit gab man nach ordentlicher Anfangsphase das Spiel mehr und mehr aus der Hand. Das Team der DIHK kam besser ins Spiel und wurde spielbestimmender, ohne jedoch nennenswerte Torchancen zu erarbeiten. Das lag hauptsächlich an der bissigen Abwehrarbeit, die das gesamte grüne Team aufbrachte. Insbesondere Innenverteidiger Marco und Außenverteidigerin Frauke standen in der Verteidigung bombensicher.

Die Tulpe, mittlerweile mit vielen Ein- und Auswechselungen beschäftigt, konnte sich somit im Spiel halten. Es kam auf grüner Zeite noch zu ein paar Torchancen, die aber leider alle nicht verwertet wurden. Mehr und mehr kam es dann zu willkürlichen Befreiungsschlägen, die postwendend zurückkamen und die Tulpe-Abwehr nun in den Zustand der Dauerbeschäftigung versetzten. Der DIHK fuhr einen Angriff nach dem anderen, scheiterten jedoch immer wieder am grünen Abwehrbollwerk und am glänzend postierten Greenkeeper Jochen.

In der 88. Minute wurde das grüne Team für den fahrigen Spielaufbau und die unkonzentrierte Spielweise in der Schlussphase beinahe bitter bestraft. Ein flacher und wunderschön gespielter Querpass in den grünen 16-er auf den heraneilenden Stürmer der DIHK, ließ diesen plötzlich alleine vor dem Tulpe-Tor auftauchen. Aus halbrechter Position kam er zum Abschluss, scheiterte jedoch an den herausragenden Reaktion von Jochen, der in letzter Sekunde in Manuel Neuer-Manier die Hände zur Parade hochreißen und den Ball noch zur Ecke abwehren konnte.

In dieser hektischen und hochspannenden Schlußphase war die grüne Abwehr in Dauerbeschäftigung und beide Teams kämpften um jeden Ball. Kurz vor Schluß wurde dann Außenverteidigerin Frauke in einem Zweikampf hart getroffen, biss aber auf die Zähne und spielte natürlich weiter. Zwei Minuten vor Schluß wollte sich hier niemand mehr auswechseln lassen.

In der Nachspielzeit pfiff der aufmerksame Schiri dann sogar nochmal einen letzten Freistoß für den DIHK und kündigte an, das dies die letzte Aktion des Spiels sei. Darauf versammelten sich alle 11 Tulpen nochmals um den eigenen 16er und als Marco dann schließlich den geflankten Ball klärend in den Berliner Abendhimmel drosch, war endlich Feierabend.

So blieb es an diesem nassen Spätsommerabend bei einem knappen aber verdienten 1:0- Sieg für die Grüne Tulpe über den DIHK. Damit konnten die Tulpen nach dem 5:2-Sieg aus vor Vorwoche den zweiten Sieg in Folge feiern. Motiviert und selbstsicher geht man nun am kommenden Montag in die Partie gegen die Mannschaft von Tom Tykwers X-Filme. Ein sehr spielstarker Gegner, den es da zu bezwingen gilt. Setzt man das um, was in den letzten beiden Spielen abgeliefert wurde und lernt man den Ball kontrollierter in die Spitze zu spielen, wird man nicht nur ein spielstarker, ernstzunehmender Gegner sein, sondern kann -wie zuletzt beim Finale des Tulpe-Jubiläumsturnier- auch einen solchen Gegner in die Knie zwingen.

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