Grüne Tulpe - FGZ

Eine ansprechende Leistung

In einem packenden Spiel gegen FG Zehlendorf war die Tulpe über weite Strecken ebenbürtig – am Ende fehlten 15 Minuten, um das Spiel über die Zeit zu bringen.

Lange hatte es nach einem umkämpften Unentschieden ausgesehen, denn die Tulpen machten ihre Sache ordentlich und gingen nach 15 Minuten sogar verdient in Führung. Gegen einen spielerisch überlegenen Gegner aus Zehlendorf kam es vor allem auf eine kompakte Organisation und den Willen an, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten – beides gelang der Tulpe an diesem Tag über weite Strecken richtig gut.

Durch konsequentes Verschieben in allen Mannschaftsteilen, frühes Anlaufen der Gegenspieler sowie einer insgesamt hohen Laufbereitschaft hatte die Mannschaft in Abwesenheit ihres Trainers zunächst alles im Griff. Die Abwehr stand sicher, das Mittelfeld schaltete schnell zwischen Verteidigung und Angriff und auch die Offensive war gut ins Spiel eingebunden.

So kam es nicht einmal überraschend, als in der 15. Minute nach einem sehenswerten Angriff über die linke Seite die Ampel erstmals auf „Grün“ sprang. Die Tulpe hatte mit nur wenigen Ballkontakten das gegnerische Mittelfeld überbrückt und den Ball direkt in die Gefahrenzone bugsiert. Felix startete im richtigen Moment und passte auf Benedikt, der den Ball durch einen sehenswerten Schuss über den gegnerischen Torwart hinweg in den Maschen drosch – 1:0 für die Tulpe.

Doch die Freude wirkte nur kurz. Die FGZ erhöhte in der Folge das Tempo und stach den Ball immer wieder gefährlich in die Schnittstellen der ansonsten sicherstehenden Tulpe-Abwehr. Ein ums andere Mal wurde es jetzt brenzlig vor dem heimischen Gehäuse und die Gastgeber rangen sichtlich darum, den Zugriff aufs Spiel nicht zu verlieren.

In der 30. Minute war es dann aber soweit: Chaos im grünen Sechzehner, ein unbedachtes Foul und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Elfmeter und die Chance zum Ausgleich! Aber der gegnerische Spieler schob den Ball ein ganzes Stück am rechten Pfosten vorbei.

Am weiteren Spielverlauf änderte der vergebene Strafstoß jedoch wenig. Trotz einiger Entlastungsangriffe und weiterer guter Chancen, drang die FG auf den Ausgleich. Immer wieder wurde jetzt das Eins gegen Eins gesucht und gefunden. Viel ging bei Zehlendorf über die Außen, wobei die Offensivspieler ständig rochierten und die Defensive des Gastgebers damit ein ums andere Mal vor Probleme stellten.

Das Gegentor fiel bezeichnenderweise kurz vor der Pause durch einen Standard. Per Freistoß hatte ein FGZ-Spieler den Ball von halb links hoch in den Tulpe-Strafraum gebracht, eigentlich keine große Sache, waren doch die meisten Spieler zur Verteidigung nach hinten geeilt. Aber gleich der erste Klärungsversuch misslang, der Ball sprang sogar noch einem verteidigenden Spieler an die Hand. Im Nachschuss machte die FGZ aber alles klar und traf zum verdienten 1:1 Ausgleich.

Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit. Was in der zweiten Spielhälfte folgte, ist schnell erzählt. Die FGZ hielt den Druck hoch und die Tulpe mühte sich redlich, durch Entlastungsangriffe etwas Luft zu bekommen. Das gelang ein ums andere Mal, aber Zwingendes kam dabei nur selten heraus.

In der 70. Minute war der Widerstand schließlich gebrochen. Müde gespielt von den Angriffen der Gäste hatte die Tulpe nicht mehr viel entgegenzusetzen. Auf das 1:2 folgte wenig später der dritte Gegentreffer. Am Ende stand es 1:3 in einem Spiel, in dem die Tulpe trotz Niederlage durchaus zu überzeugen wusste.

Die gute und spannende Partie im Poststadion wurde dann leider doch noch durch unschöne Vorkommnisse getrübt. Denn wie sich erst nach dem Spiel herausstellte, hatten sich einige FGZ-Spieler noch während der Partie zu abfälligen Kommentaren gegenüber einiger unseren Tulpen hinreißen lassen. Diese wurden leider weder von den eigenen Mitspielern noch vom Schiedsrichter bemerkt, waren und sind aber absolut nicht tolerabel. Aufgrund dessen, hat sich unser Tulpe-Präsidium kürzlich beim Mannschaftsstab der FGZ darüber beschwert.

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