Spielbericht

Grüne Tulpe- Kraftwerksanlagenbau Berlin

Energiewende is aufm Platz!

Kraftwerksanlagenbau Berlin? Das klingt erstmal nach eisenhartem Powerspiel. Oder zumindest ein wenig nach DDR-Oberliga. Für die Vorwärts-Tulpen war der BSG auf alle Fälle mal wieder ein neuer Gegner, dessen Spielstärke sich erst noch zeigen musste. Entsprechend unsicher stolperte die grüne Fraktionsmannschaft in die Begegnung.

Dass sich das Spiel und das Ergebnis am Ende doch mehr als sehen lassen können, haben wir in erster Linie einer stabilen Defensive und unserem sicheren Aufbauspiel zu verdanken. Obwohl die richtig kalten Spieltage erst noch bevorstehen, plagten die Tulpen bis kurz vor dem Spiel noch Verletzungs- bzw. Erkältungssorgen. Davon war bei Anpfiff dann aber nichts mehr zu merken. Die Lücken wurden von Nachrückern und Rückkehrern mehr als gut aufgefüllt. 

Der Gegner war ein Unbekannter. Die BSG Kraftwerksanlagenbau kannte niemand und kaum einer wusste, wo die plötzlich herkamen. "Überraschungsei" sagt der Sportkommentator anno 2015 gerne, wenn er selbst nicht gut vorbereitet ist. Auch die sonst gut vorbereiteten Tulpen-Analytiker tappten diesmal im Dunkeln.

Dementsprechend begann das Spiel unsicher. Bereits nach wenigen Minuten, mussten die grünen Kicker den ersten Ball aus dem Netz holen. Nach einer Ecke hatte das gesamte Team geschlafen und die Anlagenbauer getroffen. Wo sollte die Reise heute hingehen, grübelten auch die grünen Auswechselspieler an der Seitenlinie. Insgesamt machten die Kraft-Werksjungs zunächst einen guten Eindruck. Eigentlich sicher am Ball, nicht gerade langsam und mit geordnetem Passspiel konnten die in rot spielenden Betriebskicker wirklich gut mitspielen.

Doch der frühe Führungstreffer schien das gegnerische Team von da zu lähmen. Zudem setzte die Grüne Tulpe jetzt auf Angriffspressing und fackelte von da an ein Offensivfeuerwerk vom Feinsten ab.

Orchestriert von einem entschlossen aber stets ballsicher aufspielendem Mittelfeld (Oliver, Finn, Marco), wurde sich eine Chance nach der nächsten herausgespielt und genutzt. Eine der ersten konnte Markus traumhaft verwandeln. Bei dem Schuss der rechten Strafraumkante in den linken Winkel konnte der grüne Graurücken zeigen, wie viel Gefühl noch in seinem großen Zeh steckt. 1:1.

Fast ebenso schön war auch das 2:1. Jan – allein vor dem Torhüter – chippt den Ball cool in die Maschen. Beim 3:1 war es letztlich ein Kraftwerker, der den Ball nach Pass von Andrea auf Toffi selber über die Linie schob. Ein Tor, das aber vor allem durch die tolle Vorarbeit von Andrea auf der Grundlinie erzwungen wurde, die eine herausragende Partie ablieferte.

Das vierte und fünfte Tor erzielte wieder einmal unser Rekordtorjäger Toffi. Erst durch eine seiner direkt verwandelten Ecken. Dann wiederum nach toller Hacken-Vorlage von Florian aus dem Spielfeld heraus.

Beim 6:1 holte Jan im Mittelfeld den Hammer raus und ließ den BSG-Torwart dabei richtig unglücklich aussehen. Das Torfestival am Montagabend beendeten Markus nach einer Flanke und Felix mit einem 750 Meter Solo und Torabschluss zum 8:1.

Fazit: 8:1 klingt nach einem sehr eindeutigen Ergebnis. Die BSG Kraftwerksanlagenbau hatte aber zu keinem Zeitpunkt aufgesteckt und immer sehr gut mitgespielt. An einem anderen Tag, bei einer etwas anders aufgelegten Tulpendefensive, hätte das Ergebnis auch anders aussehen können.

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