Spielbericht

Grüne Tulpe - Nationalmannschaft der Schriftsteller

Bei überraschend schönem Maiwetter kam die Tulpe gleich gut ins Spiel und hatte die Partie zunächst weitestgehend unter Kontrolle. Jedoch kam meist noch der letzte Pass nicht an oder die Schüsse auf den Autorenkasten waren zu unplatziert. Doch nach ca. 20 Minuten konnte dann endlich Finn Pelke ein flachen Pass von außen zum 1:0 verwandeln.

In der Folge wurde das Spiel dann ruppiger, was zum einen an zwei übermotivierten Offensivkräften der gegnerischen Mannschaft lag, zum anderen aber auch an einer völlig falschen Abseitsregelauslegung des Schiedsrichters.

Mitte der ersten Halbzeit gelang dann Tulpe-Spielertrainer Toffi Born durch ein Traumtor das 2:0. Gegen zwei Schriftsteller setzte er sich schön auf links außen durch, bewegte sich in Richtung Grundlinie und entschied sich dann den tippenden Ball einfach mit voller Kraft mit seinem linken Fuß über den Kopf des Torhüters ins lange Eck zu schießen. Vergleiche mit dem Tor von Marco van Basten im EM-Finale 1988 gegen die UDSSR, zumindest was die Flugbahn des Balles aus extrem spitzem Winkel betrifft, machten kurz danach die Runde auf dem Lichtplatz.

Das Ergebnis hielt jedoch nicht lange an, da es dem Gegner gelang, schnell mit einem Gegentor zu antworten. Nach einem Fehler im grünem Aufbauspiel kam es zu einem überflüssigen Konter, der eiskalt von den Autoren zum 2:1 genutzt wurde.

Den Rest der Halbzeit bestimmte jedoch dann wieder die Tulpe das Spielgeschehen und kam zu weiteren guten Chancen. Kurz vor der Halbzeit konnte die Tulpe dann sogar auf 3:1 erhöhen. Nach einer perfekten langen Ecke von Toffi nah auf den zweiten Pfosten musste Tim Mahler praktisch nur noch seinen Kopf hinhalten um erfolgreich einzunetzen.

Mit dieser 2 Tore- Führung ging die Tulpe beruhigt in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte war dann jedoch bedeutend unruhiger als die erste. Es kam sowohl zu Unstimmigkeiten innerhalb der gegnerischen Mannschaft, als auch zwischen beiden Teams. Das Spiel verflachte ob der ganzen Diskussionen zusehends und Schiri Hans Maulwurf goß mit weiteren merkwürdigen Entscheidungen weiter Öl ins Feuer.

Trotzdem blieb es spannend. Die Schriftsteller erhöhten den Druck, waren aber nicht wirklich gefährlich. Doch weil auch die Tulpe ihre Angriffe nicht mehr richtig zu Ende spielte, wurde der Gegner durch Nachlässigkeiten dann 10 Minuten vor Schluss nochmal unnötig ins Spiel gebracht. Eine lange Ecke von der linken Seite konnte aufgrund von Abstimmungsproblemen im grünen Strafraum nicht ordentlich geklärt werden und die daraus folgende Bumerang-Flanke von rechts, drückte ein Schriftsteller passend per Kopfball zum 3:2 Anschlusstreffer über die Linie.

Die letzten Minuten des Spiels waren dann nur noch von Kampf und Zweikämpfen geprägt und es kam zu guten Chancen auf beiden Seiten. Die Größte hatte am Ende die Autonama, als einer ihrer Spieler plötzlich frei vor "Greenkeeper" Jochen auftauchte. Eigentlich hätte der Autor in dieser Eins-Gegen-Eins Situation nur einschießen müssen, doch stattdessen entschied er sich für den Versuch im Fünfmeterraum um den grünen Torwart herumzukurven. Dies gelang ihm aber nicht, da er sich erstens den Ball zu weit vorgelegt hatte und zweitens in den sich nicht bewegenden grünen Torwart einfädelte. Der Autor verlangte sofort Elfmeter und als der Schiri ihm dies verweigerte, rief er seine Leute zum Spielabbruch auf. Die Emotionen kochten hoch. Dank des Autonama-Kapitäns und einigen weiteren Schriftstellern wurde die Partie dann doch noch ordentlich zu Ende gespielt.  

Auf Grund der teilweise beleidigenden Äußerungen einer weniger Schriftsteller direkt nach dem Spiel nahm die Veranstaltung an diesem Abend leider kein schönes Ende. Erst nach dem Duschen waren dann die Gemüter wieder beruhigt und die Wogen konnten wieder geglättet werden. Auch weil man sich darauf verständigte, dass beim nächsten Aufeinandertreffen die Autoren den Schiedsrichter besorgen. 

Auch wenn ein bitterer Beigeschmack nach dieser Partie bleibt. Nach der sehr erfolgreichen Saison 2012 konnte die Grüne Tulpe damit endlich den ersten Sieg in der Jubiläumssaison 2013 verbuchen, gerade rechtzeitig vor unserem Jubiläumsturnier am 25. Mai. Und um es mit Toffis Worten hier abzuschließen: Wichtig ist unterm Strich, dass wir den ersten Sieg davongetragen haben. Jetzt kann die Saison losgehen.

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