Grüne Tulpe - CFB Hasenheide

Gute Serie von Hasen abgesetzt

Die Tulpe versuchte gleich zu Anpfiff das Spiel zu machen und etwas Sicherheit auf dem nassen Kunstrasenplatz zu finden. Dieser Umstand führte zu einer etwas hecktischen und nervösen Anfangsphase, was allerdings auch durch früh pressende Hasenheider erzwungen wurde. So war die Fehlpassquote ungewöhnlich hoch und die Tulpen vermochten nicht ihr übliches, ansehnliches Angriffsspiel aufzuziehen.

Eine frühe Balleroberung der „Hasen“ im Mittelfeld führte dann zu einem langen Ball, der darin endete, dass Innenverteidiger Stefan Witt den schon sicher geglaubten Ball untersprang und der dahinter zur Absicherung positionierte Ole Goede der Ball unterm „Schlappen“ durchrutschte. Der darauf lauernde CFB-Stürmer nutzte diesen unglücklichen Umstand zu einem Halb-Schuss, Halb-Lupfer über den heraus eilenden, chancenlosen Keeper Jochen Schieborn zur 1:0 Führung.

Die Tulpen fanden weiterhin nicht richtig ins Spiel und sahen sich weiteren, durch frühes Gegenpressing erzwungenen Angriffen des CFB ausgesetzt. Passend zur folgenden Situation ein Zitat von Jürgen Wegmann:

„Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu“:

Ein Schussversuch vom Strafraumrand wurde eigentlich souverän vom Tulpen-Keeper Jochen Schieborn zur Seite geboxt, jedoch sprang der Ball postwendend vom rechten Oberschenkel des nicht mehr ausweichen könnenden Innenverteidigers Ole zurück und hoppelte ins Tor. Was für ein rabenschwarzer Beginn des Spiels! 0:2.

Und es kam noch dicker.

In der 25. Minute brach der CFB-Stürmer auf der rechten Außenbahn durch, konnte nicht mehr eingeholt werden und so schlenzte er den Ball aus 5 Metern ins lange Eck zum 0:3 in die Maschen. Sollte etwa heute Abend die großartige Serie von 20. Spielen in Folge ohne Niederlage reißen?

Nun regte sich auf einmal Widerstand bei der Grünen Tulpe. Keiner hatte Lust, sich komplett abschießen zu lassen und die Zweikämpfe wurden nun etwas aggressiver angenommen, wodurch sich aus der Umklammerung fortan befreit werden konnte. Tulpe-Trainer Kristoffer "Toffi" Born und Sebastian Wienges waren nun im Spiel und versuchten ihre Mannschaft nun wieder aufzurichten und nach vorne zu peitschen. Das Passspiel wurde sicherer und wenn die Hasen aus der Heide doch mal den Ball weiter nach vorne trugen, wurden diese zumeist von der sich nun sicher präsentierenden Abwehr zurückerobert.

So entwickelte sich ein doch noch offener Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften, jedoch konnte die Tulpe zunächst einige gute Chancen nicht nutzen, wodurch es mit dem Spielstand von 0:3 auch in die Halbzeit ging.

Die Tulpe hatte sich, bis auf die verschlafene Anfangsphase, nichts wirklich vorzuwerfen und so begann sie die zweite Halbzeit auch selbstbewusst nach vorne pressend. Der erste gewonnene Ball wurde gefällig nach vorne gespielt und mündete direkt in einem Eckball. Diesem nahm sich Toffi an und zog den Ball schön auf den langen Pfosten. Hier wartete Tulpe -Captn André Bornstein und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie - 1:3, der Anschluss war schnell geschafft!

Und so ging es weiter. Die Tulpe presste weiterhin früh und erspielte sich einige Feldvorteile. Ein ums andere Mal wurde sich schön nach vorne kombiniert. Eine dieser Kombinationen endete auf der rechten Außenbahn bei Simon Bruhn, der den Ball direkt nach innen bringen wollte. Jedoch grätschte der Gegenspieler mit allem, was den Ball blocken konnte, in die scharfe Hereingabe und klärte mit dem Arm zur Ecke. Alle Reklamationen halfen nichts, der Schiedsrichter hatte nichts gesehen.

Doch die Tulpe gab nicht auf und es ging munter weiter nach vorne. Ein toll vor der Torauslinie erlaufener Ball wurde auf André zurückgelegt, dieser behauptete den Ball und wurde unfair von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter pfiff und diesmal gab es den Elfmeter.

Entgegen des alten Aberglaubens, der Gefoulte solle nicht selber zum Strafstoß antreten, schnappte sich André den Ball und hämmerte diesen mit voller Wucht in die Tormitte (übrigens sein 100.Tor in seiner Tulpen-Karriere – Glückwunsch!). Der starke CFB-Torhüter, der vorher einige gute Chancen vereitelte, war zum zweiten Mal geschlagen.

Die Tulpe spielte immer weiter nach vorne, doch zunächst wollte kein weiterer Treffer fallen. Auf der Gegenseite kamen die Hasenheider hauptsächlich durch Standards gefährlich vor das Tulpen-Tor und so hatte man viel Glück, als ein Kopfball nach einer Ecke knapp am langen Pfosten vorbeisprang.

In den letzten zehn Minuten wollte Trainer Toffi nochmal alles probieren und stellte auf eine Dreierkette um, indem er Ole auf die Sechser-Position zog. Hierdurch konnte sich die Tulpe des Öfteren eine Überzahl im Mittelfeld erspielen und kam noch zu ein paar guten Chancen. Bei der letzten Chance des Spiels behauptete Ole den Ball im Mittelfeld gegen zwei Gegenspieler und spielte den Ball mit etwas Glück am dritten vorbei zum unermüdlich kämpfenden Jan Luley, der von halblinks in den Strafraum eindrang und um Zentimeter am langen Pfosten vorbeischoss.

So blieb es beim letztlich etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 2:3 für den CFB, was das Ende der tollen Serie von 20 ungeschlagenen Spielen für die Grüne Tulpe bedeutet. Trotzdem war es eine tolle Leistung der Tulpen nach dem 0:3 wieder so zurückgekommen und beinahe noch ein Remis zu erkämpfen. Und für Andre war es sowieso ein besonderes Spiel. Schließlich ist er mit seinem 100. Treffer erst die vierte Tulpe, die diese Schallmauer durchbrochen hat. Willkommen im grünen 100er Club lieber Andre!

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