Grüne Tulpe - BeckerBüttnerHeld

Helden der Tulpenklasse

Bei strahlendem Sonnenschein begegnete die Tulpe im altehrwürdigen Poststadion der Auswahl der Anwaltskanzlei BeckerBüttnerHeld.

Die Tulpe, die hohe Niederlage der vergangenen Woche im Hinterkopf behaltend, war zunächst darum bemüht für eine Stabilisierung der Defensive zu sorgen.

Schön rotierte der Ball in den Reihen der grünen Kicker. Der Gegner, scheinbar von dem Spielfluss der Tulpe angetan, legte keinen Wert darauf die entsprechenden Ballstafetten,  etwa mit Hilfe eines Gegen-Pressings, das die Dortmunder Borussia inzwischen perfektioniert hat, zu unterbinden.

Da die Tulpen natürlich auch fleißige Sportkonsumenten sind, die sich ein Champions-League Finale nicht entgehen lassen, wussten sie spätestens seit vergangenem Samstag, dass Ballbesitz alleine nicht sonderlich effizient ist.

Deshalb versuchten sie nach kurzer Stabilisationsphase das Spielgeschehen in die Hälfte von BBH zu verlagern.

Seit Samstag ist auch bekannt, dass ein positives Eckenverhältnis keine Titel bzw. Sieg nach sich zieht. Umgekehrt kann schon eine Ecke zum gewünschten Erfolg führen. So nahm es sich die Tulpe zum Ziel zeitnah eine Veredelung der statistischen Vorteile vorzunehmen.

Nach einer Ecke von Spielertrainer Kristoffer “Toffi” Born, zugleich Spitzenreiter in der ewigen Torschützenliste der Tulpe, ist es dem engagierten Nachsetzen von Simon Bruhn am kurzen Pfosten zu verdanken, dass ein Spieler von BBH den Ball ins eigene Tor drückt.

Das grüne Team wollte sich nicht auf der mehr als verdienten Führung ausruhen. Stattdessen – ebenfalls eine Lehre von Samstag – wollte sie das knappe 1:0 Polster vergrößern.

Dies sollte noch vor der Halbzeit gelingen. Ausgangspunkt war eine schöne Einzelleistung von Markus Meyer. Nach einem dynamischen Sprint, die rechte Grundlinie entlang, sieht Markus den in der Mitte völlig freistehenden Finn Gerlach.

Finn nutzt die ihm sich bietenden Räume und schiebt in Ruhe, knapp 5 Meter vor dem Tor, zum hochverdienten 2:0 ein.

Mit diesem Ergebnis geht es in die Halbzeitpause.

Nach der Halbzeitpause dasselbe Bild. Ein mit der Spielanlage der Tulpe überforderter Gegner zieht sich in die eigene Hälfte zurück und beschränkt sich darauf den bestehenden Rückstand nicht noch weiter anwachsen zu lassen.

Für die Dramaturgie des Spiels nicht sonderlich schön, der Tulpe sollte es aber recht sein.

Wer aber den Ablauf der zweiten Halbzeit zusammenfassen soll, muss leider konstatieren, dass sich der eine oder andere Tulpen Spieler doch die Münchner Bayern zum Vorbild genommen hatte.

Teilweise kläglich wurden beste Torchancen vergeben. Gomez, Robben und Olic lassen grüßen. Andererseits wurden gut platzierte Torschüsse, die immer häufiger von André Bornstein, der im defensiven Mittelfeld wie allzu oft eine lenkende Funktion einnahm, eingestreut wurden, teilweise überragend vom Torwart des Gegners entschärft.

Was bleibt am Ende: Ein Spiel, das am Ende durchaus 8:0 hätte ausgehen können, endet “nur” 2:0. Aber ein Schuft, wer das Wort “nur” nach dem Bayern-Dilemma verwenden mag. Das Champions-Legaue Finale lehrt: Ein Sieg ist ein Sieg und eine Niederlage ist eine Niederlage, unabhängig davon, wie der Spielverlauf ausgesehen hat. Von daher zeigten sich die Tulpen-Spieler angesichts des Sieges hochzufrieden. Schöner Nebeneffekt: Jochen Schieborn, der letzte Woche noch allzu oft den Ball aus dem Netz holen musste, durfte sich an diesem Tag mit einer weißen Weste schmücken.

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