Grüne Tulpe - Friedrich-Ebert-Stiftung

Neuauflage eines Klassikers

Nach langer Verletzungspause konnte die Tulpe dazu auch wieder seinen Kapitän, André Bornstein, in ihren Reihen begrüßen, der an diesem Abend zugleich das Amt des Spielertrainers übernahm. Mit klaren Instruktionen des in 2012 erstmals fehlenden Toffi Born ausgestattet, verkündete André die bewährte 4-4-2 Aufstellung. Man rechnete mit einem starken und vor allem hoch motivierten Gegner. Das Spielen überließ André jedoch zunächst den Anderen und konzentrierte sich aufs Coachen.

Mit Anpfiff der Partie zeigten die FESler, dass sie sich einiges vorgenommen hatten: Ihr Pressing führte in der Anfangsphase immer wieder zu schnellen Ballgewinnen für die FES während die Tulpe merklich Schwierigkeiten hatte, ins Spiel zu finden. In dieser ersten Druckphase kam die FES auch zu einigen Chancen, die jedoch den Tulpen-Keeper Jochen Schieborn noch vor keine größeren Probleme stellten. Nach etwa 15 Minuten fand die Tulpe besser ins Spiel.

Auch wenn die ersten Angriff nicht gleich zu zwingenden Torgelegenheiten führten, gelang es der Tulpe doch, jetzt ihrerseits durch ihre agilen und lauffreudigen Stürmer, früh Druck auf die Reihen der FES auszuüben.  Trotzdem schaffte es die FES, im entscheidenden Moment immer noch ein Bein zwischen Ball und Tor zu bekommen. Oftmals fehlten den letzten Pässen der Tulpe in die Spitze aber auch noch die nötige Genauigkeit.

Mit Ende der ersten Halbzeit kam die Tulpe zu größeren Chancen. Ein Weitschuss von Jan Luley konnte nur mit letzter Kraft vom Torwart abgewehrt werden. Bei der nächsten Chance der Tulpe wäre der Keeper der FES allerdings machtlos gewesen. Nach frühem Ballgewinn, tanzt Markus Kurdziel im Strafraum der FESler seine Gegenspieler aus und legt den Ball mustergültig zurück. Doch Tim Mahler verzieht aus 11 Metern freistehend. So blieb es beim zu diesem Zeitpunkt für die FES schmeichelhaften 0:0 Halbzeitstand.

In der Pause nahm sich die Tulpe vor, die Außen noch konsequenter zu besetzen und das Spiel so breiter zu machen. Gleichzeitig sollten die Bälle mit mehr Ruhe in die Spitze gespielt werden, um so nicht nur Torchancen zu kreieren sondern diese dann auch zu nutzen.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich, dass die Tulpe die Worte ihres Trainers aufgenommen hatte und ihr die kurze Verschnaufpause gut getan hat. Scheiterten die Angriffsbemühungen in der Halbzeit meist vor dem finalen Abschluss, kam die Tulpe mit Wiederanpfiff gleich in den ersten Minuten zu guten Torchancen.

Einen seilen Pass aus dem Mittelfeld nahm Markus Kurdziel kurz vor dem Strafraum an und nur ein langes Bein des Verteidigers rettete der FES das Unentschieden. Eine Minute später, was es Jan der auf der linken Seite, schön freigespielt von Simon, in die Mitte zog und auf Sebastian abspielte. Der etwas zu steile Pass verhinderte jedoch den Torerfolg. Mit dem dritten Versuch in Halbzeit 2 ging die Tulpe endlich in Führung: Durch frühes Stören der Tulpe kommt der Ball zu Tim, dessen Flachschuss nicht mehr vom Torwart abgewehrt werden kann. 

Auch nach dem verdienten 1:0 hielt die Tulpe den Druck aufwärts und kam in der Folge zu weiteren guten Torchancen. In der 55. Minute war es wieder Jan, der von der linken Seite scharf in die Mitte flankte. Markus konnte in der Mitte mehrere Abwehrspieler binden, sodass Tim den in die Mitte abgewehrten Ball durch einen Schuss von der Strafraumgrenze ins rechte obere Eck des Tores der FES versenken konnte: 2:0.

Und dann war soweit: Nach mehrmonatiger Verletzungspause wechselt sich der Kapitän der Tuipe zu seinem viel umjubelten Comeback ein, um im Sturm für Unruhe zu sorgen.. Für den Kapitän verließ kein Geringer als der Präsident das Feld. Mit der sicheren Führung im Rücken hatte die Tulpe in der Folge leichtes Spiel: Immer wieder kommt die Tulpe über die linke Seite von Simon Bruhn und Jan Luley sowie über Markus Meyer auf rechts zu gefährlichen Angriffen.

Als sich die Tulpe sicher war, dass dieses Spiel gewonnen und die Serie auf 15 ungeschlagene Spiele ausgebaut wird, kam die FES noch einmal auf. In der 75 Minute war ein Stürmer der FES von der starken Tulpen-Abwehr an der äußeren Strafraumgrenze nur durch ein Foul zu stoppen. Der anschließende Freistoß wurde zunächst geklärt, doch FES bekam eine zweite Chance zur Flanke. Die scharfe Flanke konnte zwar noch aus dem 16er gefaustet werden, doch gegen die Direktabnahme des FESlers aus 20 Metern war Jochen machtlos. 2:1, und noch 15 Minuten zu spielen.

Wer jetzt mit einer verunsicherten Tulpe rechnete, hatte sich geirrt. Aus der kompakten Abwehr und mit der Siegesserie im Rücken spielte die Tulpe weiter nach Vorne. Die beste Chance der Schlussphase hatte dann wieder Jan. Nach einem Solo im vollen Sprint von der Mittellinie lief Jan dieses Mal von rechts auf den Torwart zu, der jedoch den Ball noch mit dem Bein berühren konnte und damit gegen den Pfosten lenkte. Diese Abwehraktion änderte jedoch nichts an dem verdienten Sieg der Tulpe.

Fazit: Aus einer stabilen und umsichtigen Abwehr heraus baute die Tulpe über fast die gesamte Spieldauer eine Dominanz aus, die in der zweiten Halbzeit auch endlich zu Toren führte. Das durch hohe Laufbereitschaft auf beiden Seiten geprägte Spiel hätte bei besserer Chancenverwertung auch deutlicher ausfallen können. Unterm Strich sahen die Zuschauer eine spannende und faire Partie, in der sich der Schiedsrichter ganz auf das Abpfeifen von falschen Einwürfen konzentrieren konnte.  

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