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HeilmittelversorgungBessere Bedingungen für therapeutische Berufe

In der Rehabilitationsklinik für Orthopädie und Gynäkologie im Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg nehmen Kurpatientinnen an einer Gruppengymnastik mit Bällen und Stäben teil, die von einer Physiotherapeutin geleitet wird. wird, aufgenommen
Viel Arbeit, niedrige Vergütung und zum Berufsstart ein Schuldenberg: Die Bedingungen für Physiotherapeutinnen, Logopäden oder Ergotherapeuten müssen besser werden.

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und andere therapeutische Berufe sind unverzichtbar für die gesundheitliche Versorgung einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung. Doch die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in diesen Berufen sind nicht besonders attraktiv. Viele von ihnen verdienen kaum genug, um über die Runden zu kommen. Das betrifft vor allem Selbständige und Angestellte in kleinen Praxen. Doch die Misere beginnt schon in der Ausbildung. Es gibt keine Ausbildungsvergütung wie zum Beispiel in der Krankenpflege, häufig muss sogar Schulgeld bezahlt werden. Der Start in den Beruf ist so mit Schulden von 20.000 Euro und mehr belastet.

Für attraktive Arbeits- und Ausbildungsbedingungen

Der Fachkräftemangel wird sich unter diesen Bedingungen weiter verstärken. Denn junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen, werden sich gut überlegen, ob ein therapeutischer Beruf unter diesen Bedingungen attraktiv genug für sie ist. Vor diesem Hintergrund fordern wir in einem Antrag, die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in diesen Berufen deutlich zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel bessere Vergütungsregelungen. Außerdem wollen wir durch eine Reform der Berufsgesetze die Schulgeldfreiheit und eine akademische Ausbildung ermöglichen.

Bessere Versorgung gesetzlich Versicherter

Wir schlagen außerdem vor, dass Patientinnen und Patienten ohne eine ärztliche Verordnung zum Beispiel direkt eine Physiotherapeutin aufsuchen können (so genannte Direktverordnung). Das wollen wir in Modellprojekten erproben und wissenschaftlich evaluieren. Zusätzlich wollen wir erreichen, dass der Anspruch der gesetzlich Versicherten auf eine bedarfsgerechte therapeutische Behandlung nicht faktisch durch so genannte Heilmittelzielvereinbarungen zwischen Kassenärzten und gesetzlicher Krankenversicherung eingeschränkt wird. Bislang kommt es immer wieder vor, dass Ärztinnen und Ärzte aus Angst vor Regressen auf eine medizinisch notwendige Verordnung therapeutischer Leistungen verzichten.

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