Ärztemangel auf dem LandGrüne Ideen für bessere Gesundheitsversorgung

eine Spritze wird in einen Arm verabreicht

Schon lange wird über Probleme der Gesundheitsversorgung vor allem in ländlichen und sozial benachteiligten Regionen diskutiert. Die große Koalition hat nun einen Gesetzentwurf zur „Stärkung der Versorgung“ vorgelegt, der aber nicht hält, was er verspricht.

Wir machen daher in einem Antrag grüne Vorschläge, wie die Gesundheitsversorgung umfassend verbessert werden kann. Vordringlich wollen wir, die bestehenden Hürden zwischen den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und den Krankenhäusern überwinden. Dazu schlagen wir beispielsweise mittelfristig ein einheitliches Vergütungssystem für stationäre und ambulante fachärztliche Leistungen vor. Die heutige ärztliche Bedarfsplanung, die festlegt, wie viele Ärztinnen und Ärzte in den Regionen benötigt werden, muss weiterentwickelt werden. Künftig sollten auch die Krankenhäuser in diese Planung einbezogen werden. Auch müssen sich künftig verändernde Versorgungsbedürfnisse in den Regionen stärker berücksichtigt werden.

Desweiteren schlagen wir vor, Kommunen sowie Patientinnen und Patienten mehr Einfluss auf die Gestaltung der Versorgung zu geben. Denn Kommunen sind schon heute in vielfältiger Weise bei Sicherung der sozialen Daseinsvorsorge involviert. Es ist daher naheliegend, ihnen die Möglichkeit zu geben, auch in der Gesundheitsversorgung eine stärkere Rolle zu spielen.

Wir wollen mit unserem Antrag auch die Transparenz über die von Ärztinnen und Ärzten sowie Krankenkassen erzielten Gesundheitsergebnisse verbessern. Patientinnen und Patienten sollen wissen, welche Ärztinnen und Ärzte sich gut um sie kümmern und welche Krankenkassen eine gute Versorgung bieten.

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1 Kommentar
Bedarfsgerechte Daseinsvorsorge
Wilfried Lavin 24.03.2015

Um eine bessere Versorgung zu erreichen, müssten in allen Bundesländern Patientenvertreter beteiligt werden. Nach meinem Kenntnisstand gibt es in Niedersachsen keine. Gerade in den Landesausschuessen wäre es sicherlich von Vorteil. Dazu müsste man sich auch einmal die Bedarfsplanung an sich etwas näher ansehen. Nach meinem Kenntnisstand werden dabei eigentlich nur die Bevölkerungszahlen heran gezogen. Krankheitspopulationen wie die Anzahl chronischer Erkrankungen oder die Auswirkungen des demografischen Wandel auf bestimmte Regionen werden auch nicht berücksichtigt. Nur so kann man unter dem Postulat gleichwertiger Lebensverhältnisse eine Bedarfsgerechte Daseinsvorsorge gewährleisten.

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