ApothekenProbleme der Arzneimittelversorgung

Seite 7: Der Verbraucherschützer: Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten berücksichtigen

Kai Vogel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen vertrat in seinem Diskussionsbeitrag die Perspektive der Patientinnen und Patienten. Der Versandhandel sei nicht für jeden geeignet. Es gebe unterschiedliche Bedürfnisse bei den Patientinnen und Patienten. Für die Akutversorgung sei der Versandhandel nicht geeignet. Für einen Teil der Patienten sei aber der Versand eine seriöse Option. Er befürworte daher ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten nicht. Auch wegen der anstehenden Digitalisierung im Gesundheitswesen dürfe der Versandhandel nicht ausgebremst werden. Das elektronische Rezept könne die Bestellung bei Versandapotheken erleichtern. Die freie Apothekenwahl solle erhalten bleiben. Vertragslösungen der Krankenkassen seien keine Lösung. Preisflexibilität könne etwa im Rahmen der Zuzahlungen erreicht werden. Vogel sprach sich für eine stärkere Beratung durch Apotheken aus. Auch beim Medikationsmanagement seien die Apotheken gefordert. Die eigentliche Beratungsleistung müsse besser vergütet werden. Auch die Notdienstpauschale sei sinnvoll. Notwendig sei mehr Information über die vorhandene Versorgungssituation.

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