Glyphosat-Verbots-GutachtenGlyphosat-Verbot national möglich

Ein Traktor fährt bei Göttingen (Niedersachsen) Ende März über ein Feld und bringt Glykosphat aus. Glyphosat kommt in der Regel als Nacherntebehandlung bzw. vor der Aussaat zum Einsatz. Das Pestizid dient zur Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft.
Kein Glyphosat-Einsatz mehr in der Landwirtschaft. JuristInnen kommen zum Schluss, dass ein Glyphosat-Verbot auf nationaler Ebene möglich ist, auch wenn der Wirkstoff auf EU-Ebene zugelassen ist. Wir Grüne im Bundestag werden jetzt weiter klären, wie das im Detail umsetzbar ist.

Produkte, die Glyphosat enthalten, können in Deutschland verboten werden, auch wenn der Wirkstoff Glyphosat auf EU-Ebene genehmigt worden ist, stellen JuristInnen klar.

Das Europareferat des Bundestages kommt zum Schluss, dass es möglich ist, dass einzelne Mitgliedsstaaten der EU Pestizidprodukte auf nationaler Ebene verbieten können. Auch, wenn deren Wirkstoff wie jetzt zum Beispiel Glyphosat auf EU-Ebene zugelassen ist. Das ergibt eine neue Ausarbeitung im Auftrag unserer Bundestagsabgeordneten Harald Ebner und Oliver Krischer.

Wir brauchen einen schnellen Glyphosat-Ausstieg

Wir Grüne im Bundestag werden jetzt weiter klären, wie das im Detail umsetzbar ist. Denn klar ist: Neben dem Verdacht, dass Glyphosat krebserregend sein könnte, entzieht der Pflanzenvernichter Insekten, Vögeln und vielen Pflanzen die Lebensgrundlage. Es nur an ein paar Stellen restriktiver anzuwenden, bringt nichts. Wir brauchen einen schnellen nationalen Glyphosat-Ausstieg und müssen weg von einer industriellen Agrarwirtschaft, die auf Ackergifte setzt.

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