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Kritiker-ListenOffener Brief an die Bayer AG

Das Firmenlog von Bayer als Leuchtreklame vor der Konzernzentrale.
Wir wollen wissen, was der Konzern Monsanto über seine Kritiker gesammelt hat und was er mit diesen Informationen vorhatte. Die Konzernmutter Bayer muss jetzt zügig Auskunft geben.

Der Agrar-Konzern Monsanto hat in Frankreich Listen mit umfassenden Informationen über seine Kritiker geführt. Die Konzernmutter, die Bayer AG, hat bestätigt, dass es solche Listen auch in anderen europäischen Ländern gibt.

In einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, Werner Baumann, fordern grüne Abgeordnete umfassende Aufklärung über Inhalt und Zweck dieser Auflstungen. Der Text im Wortlaut:

Unterzeichner des Briefes aus der grünen Bundestagsfraktion sind die Abgeordneten Anton Hofreiter, Harald Ebner, Oliver Krischer, Renate Künast und Friedrich Ostendorff sowie die beiden grünen Europaabgeordneten Martin Häusling und Maria Heubuch.

"Transparenz bzgl. Listen von Glyphosat-KritikerInnen

Sehr geehrter Herr Baumann,

in einer Erklärung vom 12. Mai 2019 bezieht die Bayer AG Stellung zu den in französischen Medien erhobenen Vorwürfen, dass das Tochter-Unternehmen Monsanto Listen von KritikerInnen und BefürworterInnen mit persönlichen Details führen ließ, inklusive Privatadressen, Telefonnummern und weiteren Bemerkungen.

Wir begrüßen, dass Bayer sich von diesen Praktiken distanziert und Aufklärung zugesagt hat. Verschiedene deutsche Medien berichteten am Montag, dass seitens Monsanto solche
Listen mit KritikerInnen und UnterstützerInnen europaweit und auch in Deutschland geführt wurden.

Vor diesem Hintergrund verlangen wir Auskunft darüber, wer in den genannten Dokumenten gelistet war und inwieweit Informationen zu diesen Personen gesammelt und gespeichert wurden. Wir fordern Sie auf, die Listen für Deutschland sowie alle anderen EU-Mitgliedsstaaten offenzulegen und für die Betroffenen zugänglich zu machen.

Darüber hinaus erwarten wir Informationen darüber, was das Ziel dieser Auflistung war und welche Maßnahmen auf dieser Basis erfolgt sind bzw. erfolgen sollten. Weiter erwarten wir eine Stellungnahme dazu, ob Sie ausschließen können, dass weitere persönliche Daten gespeichert und dazu, in welcher Form und in welchem Umfang Daten ausgewertet wurden.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch wissen, ob die VerfasserInnen dieses Briefes persönlich von der Datenerfassung betroffen waren."

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