Zukunft entsteht aus IdeenHeute für morgen investieren

Seite 4: Damit 10.000 Schulen besser für die Zukunft vorbereiten

Das durchschnittliche Parkhaus ist in einem besseren Zustand als so manche Schule. Dabei sind gute Schulen zentral für die Zukunft: Für die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen, für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, aber auch für die Attraktivität von Städten und Dörfern.

Allerdings hat die oft sehr schlechte Finanzlage der Städte und Gemeinden in den letzten zehn Jahren viele Investitionen verhindert. Dahinter verbergen sich konkrete Mängel: Tausende von Schulen ohne Mensen oder Möglichkeiten an und mit digitalen Medien zu lernen, mit baufälligen Sporthallen oder zugigen Klassenräumen, ohne Räume für naturwissenschaftlichen oder handwerklichen Unterricht. Nur knapp 40 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren können derzeit eine Ganztagsschule besuchen, dabei wünschen sich 70 Prozent der Eltern einen Ganztagsschulplatz für ihr Kind.

Mit einem Investitionsprogramm „10.000 Schulen fit für die Zukunft“ in Höhe von 10 Milliarden Euro sollen die Kommunen als Schulträger bei der baulichen, energetischen und behindertengerechten Sanierung und den Ganztagserfordernissen der Schulen unterstützt werden. Finanziert werden können Maßnahmen für Barrierefreiheit und Inklusion, Voraussetzungen für ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote, Einbau von Mensen oder Küchen, für die Öffnung der Schule in den Stadtteil beziehungsweise in die kommunale Bildungslandschaft, Um- und Neubauten zur Bewältigung des demografischen Wandels, optimierte Medienverfügbarkeit und -nutzung in den Schulen und die energetische Schulgebäudesanierung.

  • Mit dem Programm für die Schulinvestitionen können in alte Schulgebäude endlich Fahrstühle eingebaut werden. Dann kann dort inklusiver Unterricht auch für Kinder im Rollstuhl stattfinden.
  • Die städtischen Hauptschulen in Leverkusen und Dingolfing können schneller als bisher geplant in den gebundenen Ganztagsunterricht einsteigen. Gerade für die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler in dieser Schulform ist das eine große Unterstützung. Durch unser Programm können diese und andere Schulen schneller die dafür notwendigen Um- und Ausbauten angehen.
  • Die Schulen in Emden können sich beispielsweise besser mit ihrer kommunalen Bildungslandschaft vor Ort vernetzen. Sie können zum Wohl der Schülerinnen und Schüler so genannte außerschulische Partner in die Schule einladen und einbinden. Für Kinder und Jugendliche heißt das: mehr Musik, mehr Theater, mehr Sport, direkt nach und an der Schule.

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