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Seite 5: Damit unsere Kleinsten noch besser gefördert und betreut werden

Die Qualität der Bildungs- und Betreuungsangebote hängt von vielen Faktoren ab. Allen voran die Ausbildung und die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher, die sich den Kindern widmen.

Zur Förderung der Qualität in den Kindertageseinrichtungen soll im SGB VIII die Fachkraft-Kind-Relation definiert werden. In Zukunft sollen vier Kinder unter drei Jahren von mindestens einer Fachkraft betreut werden. Für über Dreijährige soll mindestens eine ausgebildete Bezugsperson für zehn Kinder zur Verfügung stehen. Zu berücksichtigen sind auch die Zeiten, die die Fachkräfte zur Vor- und Nachbereitung, für Team- und Elterngespräche oder Fort- und Weiterbildung brauchen. Sie sollten nicht von der direkten Zeit mit den Kindern abgehen.

Außerdem soll ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in Kita und Tagespflege für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr im SGB VIII verankert werden.

Da der Ausbau der frühkindlichen Bildungsangebote eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, soll sich der Bund mit einer Milliarde Euro jährlich an der Finanzierung beteiligen.

Seit dem 1. August 2013 gilt der Rechtsanspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Das Inkrafttreten des Rechtsanspruchs ist ein wichtiger Meilenstein. Mit ihm ist der Kitaausbau jedoch keineswegs beendet. So zeigt sich, dass der Rechtsanspruch vielerorts – insbesondere in Großstädten und Ballungsgebieten - noch nicht zufriedenstellend beziehungsweise wirklich bedarfsgerecht erfüllt ist.

Das Ausbautempo der vergangenen Jahre hatte andererseits leider zur Folge, dass sich die Qualität der Angebote in mancherorts verschlechtert hat. In den Zwischenberichten zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes wird sogar darauf hingewiesen, dass die Betreuungssituation in manchen Einrichtungen unter fachlichen Gesichtspunkten bedenklich ist. Um dem Recht der Kinder auf frühkindliche Bildung und Förderung gerecht zu werden, ist ein bundesweit einheitlicher Standard dringend nötig.

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