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Seite 6: Damit Arbeitslose und Asylbewerber besser in Arbeit kommen

Immer weniger Arbeitslose werden in Arbeit vermittelt, denn der "Fachkräftearbeitsmarkt" Deutschland benötigt qualifizierte Beschäftigte. Doch nahezu die Hälfte aller Arbeitslosen hat keine oder nur eine veraltete Ausbildung. Das führt dazu, dass vor allem immer mehr Geringqualifizierte abgehängt werden und sich in Langzeitarbeitslosigkeit wiederfinden. Eine weitere Gruppe bleibt außen vor: AsylbewerberInnen. Allein 2015 haben mindestens 160.000 von ihnen Anspruch auf Unterstützung durch Arbeitsagenturen und Jobcenter, ohne dass dafür die entsprechenden Mittel und Strukturen zur Verfügung stehen.

90.000 Arbeitslose qualifizieren

Deshalb braucht es eine Qualifizierungsoffensive für Arbeitslose und AsylbewerberInnen. Mit einer halben Milliarde Euro jährlich sollen bis zum Ende dieser Wahlperiode rund 90.000 arbeitslose Menschen nachhaltig qualifizieren werden. Mit weiteren rund 250 Millionen Euro pro Jahr werden Flüchtlinge qualifiziert beraten und bei der Anerkennung von beruflichen Abschlüssen oder mit berufsbezogenen Deutschkursen unterstützt. Mit beiden Maßnahmen können Brücken in Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe gebaut und dreifacher Mehrwert – Qualifikation, Integration und Fachkräftesicherung – erreicht werden.

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