HochschulzulassungAbischnitt allein macht keinen guten Arzt

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Die Studienplatzvergabe entscheidet maßgeblich über Chancen und Biografien. Entsprechend große Bedeutung kommt den Zulassungsverfahren zu. Die Kritik des Bundesverfassungsgerichts an der Vergabe der Medizinstudienplätze war zu erwarten. Es ist ein richtiges Ziel, dass die Auswahlverfahren der Hochschulen in naher Zukunft auf standardisierte und strukturierte Weise erfolgen sollen.

Ohne Medizinstudium kein Zugang zum Beruf

Das Medizinstudium ebnet den Weg in einen konkreten Beruf. Insofern ist die Frage nach der Eignung, um später ein guter Arzt oder eine gute Ärztin zu sein, von großer Bedeutung – größer als bei anderen zum Beispiel geisteswissenschaftlichen Studiengängen. Auch deswegen ist es nachvollziehbar, ergänzende Auswahlkriterien einzubeziehen, nicht nur die Abiturnote.

Kritik des Bundesverfassungsgerichtes an der Studienplatzvergabe

Als größten Kritikpunkt hat das BVerfG die Auswahlverfahren der Hochschulen für 60 Prozent der in den Hauptquoten zu vergebenden Studienplätze ausgemacht. Es hat außerdem gesetzlichen Maßgaben zur Standardisierung und Strukturierung von Eignungsprüfungsverfahren ebenso gefordert wie einen Ausgleichsmechanismus zur Herstellung hinreichender Vergleichbarkeit der Abiturnoten über Landesgrenzen hinweg.

Die WissenschaftsministerInnen der Länder sind nun zusammen mit den Wissenschaftspolitikern auf Bundesebene gefordert zügig miteinander ins Gespräch kommen, um gemeinsam die Missstände zu beseitigen und zusammen mit den Hochschulen zu einer verfassungsfesten Lösung zu kommen.

 

 

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