Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung und Optimierung unseres Web-Angebots. Nutzungsdaten dieser Webseite werden nur in anonymisierter Form gesammelt und gespeichert. Einzelheiten über die eingesetzten Cookies und die Möglichkeit, die Nutzungsdatenanalyse zu unterbinden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

BAföG-ReformVerschleppte BAföG-Erhöhung kostet Lebenschancen

Studenten der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) sitzen während einer Veranstaltung auf einer Treppe in einem Hörsaalgebäude.

„Der Kreis der BAföG-Empfänger wird um mehr als 110.000 Studierende und Schüler erweitert.“ Mit diesen Worten feierte die Bundesregierung im vergangenen Jahr die 25. BAföG-Novelle, deren Erhöhung im Herbst nächsten Jahres bei Schülerinnen, Schülern und Studierenden ankommt. Bis dahin fallen allerdings rund 130.000 Schülerinnen, Schülern und Studierenden aus dem Kreis der Berechtigten heraus. Das zeigen aktualisierte Vorausberechnungen der Bundesregierung und die Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Kreis der BAföG-Empfänger nimmt stark ab

Die BAföG-Novelle von Union und SPD entpuppt sich endgültig als Schrumpfkur. Bis die Er-höhung im Herbst 2016 wirksam wird, verkleinert sich der Kreis der BAföG-Empfänger um 130.000 – allein 60.000 davon in diesem und im nächsten Jahr. Immer weniger Schülerinnen, Schüler und Studierende können mit einer BAföG-Förderung rechnen und auch die Zahl derjenigen, die eine volle Förderung erhalten, geht weiter zurück. Da die Novelle nach Erwartung der Bundesregierung nur 110.000 zusätzliche Berechtigte bringen wird, ist ein Bedeutungsverlust des BAföG vorprogrammiert.

Junge Generation braucht unverzügliche Reform der Studienfinanzierung

Anstatt das BAföG weiter herunterzuwirtschaften, braucht die junge Generation jetzt ein klares Ja für eine unverzügliche Reform der Studienfinanzierung. Erhöhung und Verbesserungen müssen noch in diesem Jahr kommen und größer ausfallen. Die Freibeträge müssen um zehn Prozent steigen, damit überhaupt mehr junge Menschen BAföG erhalten, statt weiter massenhaft aus dem Kreis der Berechtigten und Geförderten herauszufallen. Auch müssen die Fördersätze um zehn Prozent erhöht werden, denn das BAföG muss Leben und Lernen finanzieren helfen. Daneben wollen wir eine angemessene Erstattung der tatsächlichen Wohnkosten, gestaffelt entlang der regionalen Durchschnittsmieten.

Damit den Studierenden neuerliche Nullsummenspiele und Hängepartien beim BAföG zu-künftig erspart werden, fordern wir eine dynamische, regelmäßige und automatische Anpassung der Bedarfssätze und Freibeträge. Das schützt vor Regierungswillkür, bringt Transparenz und Verlässlichkeit.

Mehr zum Thema Hochschule