EinwanderungDeutschland braucht ein Einwanderungsgesetz

Die alternde Gesellschaft und der Fachkräftemangel lassen keine Zweifel mehr: Deutschland ist langfristig auf Einwanderung angewiesen. Doch die aktuellen Regelungen sind viel zu kompliziert, unübersichtlich und erschweren Einwanderung. Die grüne Bundestagsfraktion will das ändern und legt daher ein innovatives und zeitgemäßes Konzept vor.

Das Ziel ist es, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Deutschland zu decken. Ein Einwanderungsgesetz kann Menschen auch Perspektiven jenseits des Asylsystems bieten.

Das grüne Einwanderungsgesetz sieht unter anderem vor:


Vereinfachter Zuzug für ausländische Fachkräfte

Das grüne Einwanderungsgesetz vereinfacht den Zuzug von ausländischen Fachkräften. Damit erleichtern wir gerade für kleinere und mittlere Betriebe die Suche nach gut qualifizierten Fachkräften.

Eine Frau in Businesskleidung. Daneben eine Sprechblase mit Text: Ich brauche Fachkräfte.


Talentkarte für Fachkräfte

Wir führen eine Talentkarte für Fachkräfte ein. Gut qualifizierte Einwanderinnen und Einwanderer können sich so in Deutschland unbürokratisch einen Job suchen – und so für sich und ihre Familie eine neue Zukunft in Deutschland aufbauen.

Ein Mann lächelt in die Kamera. Daneben eine Sprechblase mit Text: Ich suche einen guten Job.


Demografische Einwanderung

Mit dem grünen Gesetz wird endlich demografische Einwanderung ermöglicht. Die Einwanderinnen und Einwanderer von heute werden uns morgen dabei helfen, unsere sozialen Sicherungssysteme vor dem absehbaren Kollaps zu bewahren bzw. diese langfristig zu erhalten.

Ältere Menschen sitzen nah beieinander und lachen. Daneben eine Sprechblase mit Text: Unsere Rente soll sicher sein.


Förderung von Bildungsmigration

Das grüne Einwanderungsgesetz vereinfacht den Zuzug für ausländische Studierenden, Azubis und Menschen, die sich hier bei uns beruflich weiter qualifizieren wollen. Die Förderung von Bildung und Bildungsmigration ist echte Zukunftspolitik.

Eine Frau lächelt in die Kamera. Daneben eine Sprachblase mit Text: Meine Zukunft sehe ich in Deutschland.


Spurwechsel für Asylsuchende

Das grüne Einwanderungsgesetz will auch Asylsuchenden und Geduldeten – bei beruflicher Eignung – einen aufenthaltsrechtlichen „Spurwechsel“ in den deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Viele Geflüchtete bringen Talent und berufliche Qualifikationen mit. Mit dem grünen Einwanderungsgesetz wollen wir ihnen schnell eine berufliche Chance in Deutschland eröffnen.

Ein junger Mann mit Schutzbrille und Ohrenschützern in einer Werkstatt. Daneben eine Sprechblase mit Text: Ich habe Deutschland etwas zu bieten.


Kein Lohn-Dumping, keine Ausbeutung!

Wir regeln, dass Arbeitskräfte erst dann zuziehen können, wenn die sozialen Bedingungen ihres Beschäftigungsverhältnisses geprüft und genehmigt worden sind. Das Einwanderungsgesetz dient so auch dem sozialen Frieden in unserem Land.

Ein Mann und eine Frau in einem Warenlager. Daneben eine Sprechblase mit Text: Wir wollen faire Löhne.
Ein Schaubild, das das grüne Einwanderungsgesetz erklärt.
Zum Vergrößern bitte anklicken.


Vorstellung grünes Einwanderungsgesetz in der Bundespressekonferenz

Den Entwurf für ein grünes Einwanderungsgesetz haben Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende, Volker Beck, Sprecher für Integrationspolitik, und Prof. Thomas Groß, wissenschaftlicher Berater zum Gesetzentwurf (Universität Osnabrück) am 4. April 2017 in der Bundespressekonferenz vorgestellt.

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8 Kommentare
Konstruktive Kritik
Lea 04.04.2017

Zu Punkt 1: die Talentkarte sollte pro Sparte für jedes Jahr neu berechnet werden und nicht universell. Es bringt ja nichts, wenn dann alle Lehrer kommen, wenn man aber gerade Physiker braucht oder so (nur ein Beispiel).
Zu Punkt 2: Meintwegen können Sie die Uni für Ausländer liberalisieren so viel so wollen, solange der Faktor Sprachkenntnisse erschwert wird. An meiner Universität gibt es einen extrem hohen Ausländeranteil. Wenn du dich mit deinen Kommilitonen nicht verständigen kannst und auch die Professoren nicht mit den Kommilitonen, dann leidet die Qualität der Studiums enorm.
Eigentlich gilt dieser Punkt für jede Zusammenarbeit. Das heißt Sprachkurse sollten extrem gestärkt werden !

Ernsthafte Frage: Warum? (I)
Mitglied der Grünen 05.04.2017

Ich möchte ernsthaft fragen, was das Ziel dieser Initiative ist? Ist es, gut ausgebildeten Menschen in anderen Ländern bessere Zukunftschancen zu geben?

Der Artikel schreibt: "Die alternde Gesellschaft und der Fachkräftemangel lassen keine Zweifel mehr: Deutschland ist langfristig auf Einwanderung angewiesen. Doch die aktuellen Regelungen sind viel zu kompliziert, unübersichtlich und erschweren Einwanderung."

Jedoch ist Deutschland schon jetzt als Teil der EU im weltweit einfachsten System für Einwanderung von Spezialkräften. In Süd- und Osteuropa wimmelt es nur so von gut ausgebildeten Fachkräften, gleichzeitig ist dort die Arbeitslosigkeit hoch. Brexit wird weiterhin dafür sorgen, dass

Ernste Frage: Warum (II)
Mitglied der Grünen 05.04.2017

... Brexit wird weiterhin dafür sorgen, dass gut Ausgebildete Europäerinnen und Europäer den Weg nach Deutschland suchen. Oft sprechen sie auch schon teilweise Deutsch und lernen es vergleichsweise schnell.

Ich glaube daher kaum an die Begründung unserer Partei. Nur, was ist diese dann?

Kommentar zum Gesetzesvorschlag 'Einwanderunsggesetz'
Heinz Zemke 05.04.2017

Eine Novelle des Einwanderungsgesetzes (hauptsächlich) mit dem Hinweis auf 'alternde Bevölkerungsstrukturen' und 'Fachkräftemangel' zu begründen halte ich für kurzsichtig.
Meiner Ansicht nach sollten zumindest:
- die Gründe für den Fachkräftemangel (hinter den nackten Zahlen steckt ja auch die Motivation der Berufseinsteiger/-umsteiger)
- die möglichen Auswirkungen der Industrie 4.0 auf den Arbeitsmarkt

tiefer analysiert werden (einen wesentlichen Anteil der heutigen Berufe wird es in 20 Jahren wohl so nicht mehr geben).
Die Flüchtlingsproblematik sollte in 1. Linie durch gezielte, ehrliche Außenpolitik und adaptierte Entwicklungspolitik angegangen werden.

Alles falsch.
MIPAN13 06.04.2017

Pille und Abtreibungen beenden (Grüne setzen sich doch immer für das Leben ein, oder?), dann hat Deutschland schon bald wieder den Nachwuchs im Lande, den es braucht. Es ist widerwärtig, Staaten, die ihre Jugend selbst benötigen, den Nachwuchs abzulocken.

alles Rassiten
Martin Steinberger 10.04.2017

Die Vorstellungen der Grünen zum Thema Migration, sind ja ganz nett.
Sollte man diskutieren. Wenn allerdings die Grünen, allen voran Trittin und Peter, jeden, der nicht ihrer Meinung ist, als Rassisten beleidigt, bekomme ich den seltsamen Eindruck, dass die Grünen gar nicht diskutieren wollen.

Verständnisfragen
siering christian 17.04.2017

Meine lieben Grünen,
zieht ihr eigentlich ab und zu Bilanz bezüglich eures Verhältnisses zu Weltanschauung und Weltereignissen. Ich finde in Deutschland hat sich zuletzt einiges getan, was euren Gesellschaftsmodellen zutiefst widerspricht.
Wenn Ihr nicht schnell ein paar Neujustierungen vornehmt, gerade auch zum Thema Einwanderung, dann sägt ihr euch den eigenen Ast ab.
Und zum Erdoganreferendum: Als altkluge "Wäret den Anfängen-Partei" habt ihr euch mit eurer jahrelangen Vertrauensseligkeit gegenüber dem Diktator vom Bosporus in die Geschichtsbücher hinein blamiert!

Kümmert euch mal lieber um die, die schon da sind!
J. Göckel 05.07.2017

Fachkräfte fehlen, obwohl es genug junge Leute im eigenen Land gibt. Ändert endlich unser Bildungssystem, dann finden die Betriebe auch wieder den Nachwuchs aus den eigenen Reihen, den es braucht um Fachkräfte auszubilden. Da muss man nicht den anderen Ländern die Entwicklungschance nehmen, indem man ihnen das qualifizierte Personal abwirbt!

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