GesprächsreiheGemeinsam auf den Weg machen - Für eine humanitäre Flüchtlingspolitik und gute Integration

Im Rahmen der Gesprächsreihe „Gemeinsam auf den Weg machen“ der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Vorfeld der Sondierungsgespräche für ein Jamaika-Bündnis hatte die Fraktion am 13. Oktober 2017 Gäste aus Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, NGOs und Zivilgesellschaft eingeladen. Unter der Überschrift „Für eine humanitäre Flüchtlingspolitik und gute Integration“ wurden die rechtlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen diskutiert.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Analyse der gegenwärtigen Situation von geflüchteten Menschen und der Integration in Deutschland. Die Gäste betonten, welche große Bedeutung auch weiterhin der Zugang zum Grundrecht auf Asyl haben muss.

Restriktionen und Gesetzesverschärfungen auf deutscher und europäischer Ebene erschweren die Lebenssituation der Schutzsuchenden und sind eine Blockade der Integrationsbemühungen. Insbesondere die gegenwärtige Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte verhindert aktiv die Integration vieler Geflüchteter aus Syrien oder dem Irak. Wer in Sorge um seine nächsten Verwandten ist und sie nicht nachholen kann, der hat es schwerer in Deutschland anzukommen.

Katrin Göring-Eckardt erläuterte nach dem Gespräch gegenüber der Presse, dass der Familiennachzug eines der Sondierungsthemen sein wird. Zudem müsse eine Integrationsoffensive gestartet werden.

An dem Gespräch nahmen von Seiten der Zivilgesellschaft unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Pro Asyl, der Freien Wohlfahrtspflege, den Kirchen, Sea-Watch und UNHCR teil. Von Seiten der Bundestagsfraktion waren Katrin Göring-Eckardt, Claudia Roth, Jürgen Trittin, sowie weitere FachpolitikerInnen beteiligt.

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