BootsflüchtlingeSchützen Sie die humanitären Seenotrettungs-AktivistInnen!

Zivile Seenotrettung im Mittelmeer vor Libyen - an Bord des Seenotkreuzers 'Minden' der Organisation LIFEBOAT: Freiwillige erklärt Afrikanern vom RHIB (Schlauchboot mit Festrumpf) aus, wie die Evakuierung des 'Flüchtlingsbootes' ablaufen wird.
Die Kampagne gegen humanitäre SeenotrettungsaktivistInnen im Mittelmeer wird immer gehässiger. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag, hat sich dazu in einem Offenen Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maiziere gewandt.

„Sehr geehrter Herr Minister de Maizière, in einem Moment großer Sorge über das Schicksal der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer möchte ich mich an Sie wenden. Und ich möchte – angesichts der aktuellen Diskussionen um die Rolle humanitärer Seenotrettungs-Aktivisten – eindringlich an Sie appellieren: Die Verantwortung für die massiven Flüchtlingsbewegungen im Mittelmeer liegt nicht bei den humanitären Organisationen. Ihnen muss unsere Hochachtung und unser Dank für ihren selbstlosen Einsatz gelten.“

Mit diesem eindringlichen Appell wandte sich die Vorsitzende der grünen Bundestagfraktion, Katrin Göring-Eckardt, in einem Offenen Brief an den Bundesinnenminister Thomas de Maizière – angesichts der immer gehässiger werdenden Kampagne von Rechtspopulisten, konservativen Innenpolitikern und dem FRONTEX-Direktor gegen humanitäre Seenotrettungs-AktivistInnen im Mittelmeer.

Es gibt Alternativen zum „Massengrab Mittelmeer“

Dabei – so die grüne Fraktionsvorsitzende weiter – liegen die Alternativen zum „Massengrab Mittelmeer“ auf der Hand. Es brauche nur „couragierte PolitikerInnen“, um diese aufzugreifen:

  • Wir brauchen endlich legale Wege für Flüchtlinge in die Europäische Union (EU) – insbesondere mithilfe eines großzügigen, langfristig angelegten und auch verlässlichen Aufnahmeangebots im Rahmen des Resettlement-Programms des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR).
  • Auch unser Land soll endlich seine Aufnahmezusagen einhalten zur Umverteilung von Schutzsuchenden aus Italien und Griechenland nach Deutschland.
  • Und schließlich braucht es endlich eine durch die EU unterstützte zivile Seenotrettung im Mittelmeer.

Den vollständigen Offenen Brief von Katrin Göring-Eckardt an Thomas de Maizière finden sie [hier]

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1 Kommentar
Wiiso
Felsl 10.07.2017

Wäre es nicht besser die Flüchlinge in Afrika zu lassen und dort eine Infrastruktur aufzubauen

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