Queere Jugendlichejung. queer. glücklich?!

Seite 2: Best-Practice-Bespiele

Hier beschäftigten sich die Teilnehmer mit gelungenen Beispielen von Empowerment- und Aufklärungsstrategien zur Unterstützung der LGBT*I-Jugendlichen aus den Bundesländern. Kai Gehring MdB, Sprecher für Hochschule, Wissenschaft und Forschung, begrüßte Vertreter*innen von Projekten aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Frank G. Pohl Landeskoordinator für Schule der Vielfalt der NRW-Fachberatungsstelle für Schule der Vielfalt - Schule ohne Homophobie stellte dieses erfolgreiche Projekt vor.

Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie engagiert sich als bundesweites Antidiskriminierungsprojekt für eine größere Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen im Bereich Bildung. Denn - das unterstrich auch Frank Pohl – Schule ist ein homophober Ort.

Carina Utz präsentierte die Bildungsarbeit von FLUSS e.V. Freiburg zu Geschlecht und sexueller Vielfalt vor. FLUSS bietet vor allem an Schulen Peer-to-Peer-Beratung an. Dadurch können persönliche Erfahrungen authentisch weiter gegeben werden. Wenn Schüler*innen nach dem Gespräch sagen, dass sie nun nicht mehr das Gefühl haben, dass Schwul- oder Lesbisch-sein etwas Unnormales ist, ist dies ein Beweis, dass Reden und Information Früchte tragen.

Ebenfalls aus Nordrhein-Westfallen waren Torsten Schrodt und Lenus Winkelmann gekommen, die über die erfolgreiche Arbeit von "gerne-anders!" NRW-Fachberatung sexuelle Vielfalt & Jugendarbeit und „together Mülheim“ berichteten.

„Together“ bietet Identitäts- und Lebensweltarbeit für und mit Trans*Jugendlichen. „Gerne anders!“ wird als landesweit tätige Fachberatungsstelle seit 2013 durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW aus dem Kinder- und Jugendförderplan finanziert und organisiert Sensibilisierung-, Fortbildungs- und Beratungsprozesse für freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe zu Fragen der sexuellen Vielfalt. Denn auch in der Jugendarbeit gibt es Homophobie, was dazu führt, dass queere Jugendliche oft nicht teilnehmen oder ihr Anders-sein verstecken.

Anhand dieser Best-Practice-Beispiele wird deutlich, wie sehr sich Förderstrukturen auszahlen und wie hoch der Gewinn für die gesamte Gesellschaft durch umfassende Aufklärung und Erziehung zu Vielfalt sein kann.

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