Queere Jugendlichejung. queer. glücklich?!

Seite 6: Panel 4: jung. trans*. und dann?

Zu Beginn des Panels gaben Finn Lorenz (Projektleitung von in&out/Schwerpunkt Chatberatung – Beratungsprojekt des Jugennetzwerks Lambda – BB e.V., Vorstand Bundesverband Trans*) und Ammo Recla (Projektleitung ABqueer e.V.) Einblicke in ihre Beratungstätigkeit mit jungen trans* Menschen und die zahlreichen Herausforderungen und Diskriminierungen denen junge trans* ausgesetzt sind. Kerstin Oldemeier (Deutsches Jugend Institut) stellte aktuelle Forschungsergebnisse zu diesem Thema vor.

In der Diskussion mit Monika Lazar MdB, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, wurden zahlreiche Probleme junger trans* angesprochen. Von Problemen mit dem Coming-Out in Elternhaus und Schule, der Unsicherheit und Unkenntnis bei pädagogischen Fachkräften, der omnipräsenten Zweigeschlechtlichkeit bis hin zur fehlenden Sensibilität in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde über individuelle, strukturelle und institutionelle Diskriminierungen diskutiert.

Als Lösungen für die vielfältigen Probleme (junger) trans* Menschen wurden auch Handlungsempfehlungen an die Politik formuliert. Wichtig sei v.a. die Entpathologisierung von Transsexualität, die Sensibilisierung pädagogischer Fachkräfte in der Aus- und Weiterbeildung und das Empowerment junger Trans*. Das Transsexuellengesetz müsse dringend reformiert, die pathologisierenden Begutachtungen abgeschafft und eine einfache Namens- und Personenstandsänderung (auch für junge trans*) ermöglicht werden. Diskutiert wurde auch, ob man beim Personenstand nicht eine dritte Option einführen oder am besten sogar den Personenstand ganz abschaffen könnte. Hier erntete eine Teilnehmerin des Panels von Allen zustimmenden Applaus, als sie fragte, wieso man nicht generell die Kategorisierung von Menschen aufgibt.

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1 Kommentar
Danke!
Lars 20.04.2016

Danke euch allen dafür!

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