"New Climate Economy"-ReportKlimaschutz ist Chance - nicht Belastung

Wohlstand und Klimaschutz stehen nicht im Widerspruch, sondern unterstützen einander. Klimaschutz rechnet sich. Das ist die zentrale Botschaft des „New Climate Economy"-Reports, der mit den neuen Zahlen den Stern-Report von 2006 aktualisiert. Die Autoren, darunter auch Nicholas Stern, entlarven an Hand aktueller Zahlen den weitverbreiteten Vorwurf, dass Klimaschutzmaßnahmen die wirtschaftliche Entwicklung gefährdet. Mehr noch: Der Bericht zeigt auf, wie vergleichsweise günstig der Umstieg auf klimaneutrales Wirtschaften tatsächlich ist.

Subventionen in fossile Energien beenden

Der Bericht benennt auch klar das krasse Missverhältnis zwischen den fossilen Subventionen von aktuell 600 Milliarden US-Dollar weltweit, mit denen nach wie vor fossile klimaschädliche Brennstoffe gefördert werden, und denen die vergleichsweise geringen Investitionen von etwa 100 Milliarden US-Dollar, mit denen derzeit klimafreundliche erneuerbare Energien gefördert werden. Ein Umschichten der fossilen Subventionen ist ein längst überfälliger Schritt. Auch hier hat Deutschland seine Hausaufgaben noch nicht gemacht, national wird umwelt- und klimaschädliches Verhalten auch hierzulande mit rund 40 Milliarden Euro steuerlich begünstigt.

Mit Klimaschutz Renditen sichern

Konsequent eingesetzt erzielen Investitionen in den Klimaschutz volkswirtschaftliche Renditen, von denen Banker nur träumen können. Diese Renditen sind zudem langfristig und nachhaltig. Eindeutig ist auch: Es kommt uns teuer zu stehen, wenn wir den Klimawandel ignorieren. Die Bundesregierung aber verkennt fahrlässig die wirtschaftlichen Chancen eines ambitionierten Klimaschutz und gefährdet damit unsere Zukunft. Das Fernbleiben der Kanzlerin beim UN-Klimagipfel am 23.September in New York spricht Bände.

Weckruf für die Regierung Merkel

Der New-Economy-Climate-Report ist ein weiterer unüberhörbarer Weckruf für die Regierung Merkel, jetzt endlich umzusteuern. Der Klimaschutz gehört ganz nach oben auf die politische Agenda. Den Kohleausstieg einzuleiten wäre dafür ein überfälliger Schritt. Das klare Signal der Wissenschaftler darf die Bundesregierung nicht weiter ignorieren.

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