CO2-Grenzwerte für PkwMerkel attackiert erfolgreich Klimaschutz

Auto-Abgas in der Stadt

Klimaschutzpolitik spielt unter Kanzlerin Merkel faktisch keine Rolle mehr. Wenn es jenseits allgemeiner Bekenntnisse um konkrete Maßnahmen geht, guckt der Klimaschutz in die Röhre. Das zeigen der gerade verhandelte Koalitionsvertrag und aktuell auch das Agieren der Kanzlerin beim Thema CO2-Grenzwerte. Nach dem Motto Freiheit siegt, hatte Merkel in letzter Sekunde eine eigentlich beschlossene Grenzwertabsenkung der EU für Pkw wieder aufgemacht und Erleichterungen für die Hersteller verbrauchsstarker Fahrzeuge eingefordert. Zunächst sollte eigentlich ab dem Jahr 2020 ein Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer für Neuwagen gelten, entsprechend einem Flottenverbrauch der Hersteller von circa 4,1 Litern Benzin beziehungsweise 3,6 Diesel pro 100 Kilometer. Doch Merkels Last Minute Intervention in Brüssel hat dazu geführt, dass die ursprüngliche Regelung jetzt in zwei Punkten abgeschwächt wurde:

  • Ab 2020 müssen nun nächst nur 95 Prozent der Flotte den neuen Grenzwert erreichen, erst ein Jahr später, also ab 2021 soll dann der neue Grenzwerte für die gesamte Flotte gelten.
  • Die sogenannten Supercredits, mit denen sich emissionsfreie Fahrzeuge mindernd auf den Flottenverbrauch anrechnen lassen können, werden erhöht. Vom Hersteller angebotene Elektrofahrzeuge sollten nach den bisherigen Planungen den Flottenverbrauch jeweils um 2,5 Gramm pro Jahr rechnerisch mindern können. Jetzt können bis Ende 2020 dafür sogar 7,5 Gramm vom Flottenverbrauch herunter gerechnet werden.

Mit ihrer gezielte Intervention in Brüssel hat die Bundeskanzlerin dazu beigetragen, einen bereits schwachen Kompromiss noch weiter zu verwässern. Neben dem kriselnden Emissionshandel und dem zähen Ringen um die zukünftigen europäischen Klimaziele ein weiterer Rückschlag für die europäische Klimapolitik und die internationale Klimapolitik.

Mehr zum Thema Klimaschutz

2 Kommentare
Kohlekraft beforzugt
Christian Hayard 01.12.2013

Anstatt die Erneuerbare Energie zu fördern wird jetzt rolle rückwärts betrieben was komt noch .Ich habe euch und nicht diese Kohlekraft Parteien.CDU/SPD/CSU machen alles zur nichte das ist ja wohl nicht zu fassen.

Kohlekraft beforzugt
Christian Hayard 01.12.2013

Anstatt die Förderungsgelder für Erneuerbare Energie weiter zu untersützen wird jetzt rolle rückwärts betrieben das ist der Gipfel der Klimakatstrophen. Ich habe euch mit recht gewählt weil ihr die Partei der Erneuerbare Energie seit und sonst keiner das hat mann ja jetzt gesehn.

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4390270