KlimagipfelPariser Klimaschutzabkommen konsequent umsetzen

Eiffelturm in Paris

Das Klimaabkommen von Paris, das vor zwei Jahren beschlossen wurde, ist ein wichtiger Meilenstein für den internationalen Klimaschutz. Es wurde in Rekordzeit ratifiziert und hat gezeigt, dass die Weltgemeinschaft bereit ist zu handeln und die Klimakrise zu bekämpfen.

Doch dieses Abkommen von Paris ist noch lange nicht der Abschluss des internationalen Klimaschutzes, sondern es ist eine erste wichtige Etappe auf dem Weg, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Jetzt kommt es darauf an, die Beschlüsse von Paris mit Leben zu füllen und mit wirksamen Instrumenten zu unterlegen; international und national.

In diesem Dezember jährt sich nicht nur der Beschluss von Paris. Auch das Kyoto-Klimaprotokoll, das 1997 beschlossen wurde, feiert jetzt seinen 20igsten Geburtstag. Das zeigt, wie lange die Weltgemeinschaft schon um das Problem der Klimakrise weiß und um Lösungen ringt.

Absichtserklärungen reichen schon lange nicht mehr

Die verheerenden Wetterextreme und Temperaturrekorde der letzten Zeit mahnen nachdrücklich zu Eile. Doch insbesondere die vergangen Jahre unter Schwarz/Rot waren in Deutschland verlorene Jahre für den Klimaschutz.

Den Reden und Ankündigen der Kanzlerin auf internationalem Parkett sind dann zu Hause keine Taten gefolgt. Klimaschutzpläne und Aktionsprogramme blieben wirkungslos, da sie zwar Ziele, aber keine wirksamen Maßnahmen enthielten. Das Ergebnis: weiter steigende Treibhausgasemissionen in Deutschland, das Gegenteil von dem was in Paris beschlossen wurde.

Treibhausgasemissionen steigen fortlaufend

Die konkrete Umsetzung der Vereinbarung von Paris ist eine der zentralen Aufgaben einer kommenden Bundregierung. Hier geht jetzt konkret vor allem um den zügigen Kohleausstieg und die Einleitung der überfälligen Verkehrswende.

Während der französische Präsident Macron den Klimaschutz zu einem zentralen Thema seiner Präsidentschaft macht, indem er etwa einen europäischen CO2 Mindestpreis von 30 Euro fordert, den Kohleausstieg Frankreichs bis 2021 erklärt oder jetzt zum „One Planet Summit“ der Staats- und Regierungschefs nach Paris einlädt, ist der Klimaschutz bei der geschäftsführenden Bundeskanzlerin kein Thema.

Merkel reist nicht nach Paris

Sie reist noch nicht einmal selber nach Paris, obwohl es dort um vor allem um die Finanzierung des internationalen Klimaschutzes geht, einer der ganz wichtigen Punkte auf der Umsetzungsagenda des Klimaschutzabkommens von Paris.

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9 Kommentare
Es gibt kaum noch Hoffnung!
Siegfried Marquardt 15.12.2017

In Bangladesch herrscht seit Jahren permanent Land unter, die Fidschi-Inseln saufen langsam ab und von den Malediven redet schon seit Jahren kein Mensch mehr! Weltweit nehmen überkritische Wetterereignisse mit katastrophalen Folgen bereits seit längerer Zeit signifikant zu. Die Lufttemperaturen in einigen Regionen der Erde, wie in der Arktis, Antarktis und im Atlantischen Ozean liegen bereits 5 bis 10 Grad über dem Durchschnitt. In Asien herrscht eine Hitzeglut von über 50o C. vor. Wann wachen die Politiker und Verantwortlichen dieser Welt endlich auf und handeln mit aller Konsequenz? Seit 1860 wurden bereits nach
M= 0,92*[e0,025*x]: 0,025= 1,9 Tera Tonnen CO2 (2 Billionen Tonnen)

Wir werden langsam ersticken!
Siegfried Marquardt 15.12.2017

Bis 2040 wird sich diese Menge auf das über 1,7-Fache erhöhen, also nahezu verdoppeln! Denn es gilt nach (1):
M=0,92*e0,025*180: 0,025 ≈ 3,3 Tt. (2)
Wesentlich ist in diesem Zusammenhang zu vermerken, dass CO2 bei einer bestimmten Konzentration in der Atmosphäre (ca. 0,4 Volumenprozent) toxisch ist! Die toxische Konzentration als Maximale Arbeitsplatz-Konzentration beträgt dabei MAK=9 g/m³ und korrespondiert mit den 0,4 Volumenprozent in der Atmosphäre. Bis 2040 wird noch eine weitere Variable ins Spiel gelangen: Bis zu diesem Zeitpunkt ungefähr werden aus dem Permafrostboden, der sich über 23 Millionen km² erstreckt.

Wenn wir nicht ersticken, wird uns das Wasser bis zum Hals stehen!
Siegfried Marquardt 15.12.2017

Mit der CO2-Emission erhöht sich aber zwangsläufig die Temperatur in der Atmosphäre. Die Durchschnitttemperatur wird 2040 im Unterschied zu 1960 bei über plus 2,4 Grad (K) des Jahresmittelwertes liegen, wie die folgende Funktion
∆τ= 0,13* e0,0366*x= 0,13*e0,0366*80 = 2,43 K (3)
eindrucksvoll belegt. Dies hat wiederum Konsequenzen für das Abschmelzen von Eis in der Arktis, Antarktis und in Grönland. Alleine wenn der Eispanzer von Grünland abschmilzt, dann steigt der Meeresspiegel um fast 14 m Höhe an. Und es treten mit dem Abschmelzen des Eises in der Arktis, Antarktis und in Grönland positive Rückkopplungseffekte auf – das heißt, die Atmosphäre heizt sich sprungartig auf.

Wenn nicht sofort gehandelt wird, können wir alsbald explodieren!
Siegfried Marquardt 15.12.2017

In der Tundra mit ihrem bereits beginnenden abzuschmelzenden Permafrost lauert noch eine Gefahr ganz besonderer Art. Wenn diese Methan-Gas-Menge aus dem Erdreich entweicht, dann steht die Welt in Flammen und wir brauchen keinen Atomkrieg mehr – die Schöpfung wäre ein für alle Mal vernichtet. Und dies spielt sich nicht erst in 40 oder 50 Jahren ab– das Abschmelzen des Permafrostes kann man bereits jetzt sehr gut in der Tundra beobachten (siehe weiter oben). Es gibt aus alledem nur eine Konsequenz: Schluss mit dem weltweiten Hoch- und Wettrüsten und sofortiger Ausstieg aus der (Braun-) Kohleverstromung (und Verstromung anderer fossiler Brennstoffe).

Es sieht ganz düster aus!
Siegfried Marquardt 15.12.2017

Nach einer Auswertung mit der Vornahme einer nichtlinearen Regressionsanalyse der Daten vom Deutschen Wetterdienst (wetteronline.de) wird bereits 2040 die 2-Grad-Marke markant mit 2,4 K überschritten (siehe auch Formel 3 weiter oben). Denn es ergab sich folgende Regressionsfunktion:
y= 0,13 *e hoch (0,0366*x). (4)
Setzt man nun für x=80 (2040) in die Gleichung (4) ein, dann ergibt sich
y=0,13*2,72 hoch(0,0366*80)= 0,13*2,72 hoch2,928=2,43. (5)
Bereits in zehn Jahren liegt die Durchschnittstemperatur deutlich über 1,5 K. Denn setzt man in (4) für x=67 ein, dann ergibt sich für
y= 0,13* 2,72 hoch(0,0366*67) = 1,5 K (6)
über dem Jahresmittel.

Eine Energiebetrachtung zum Klimawandel!
Siegfried Marquardt 15.12.2017

Bisher hat die durchschnittliche Lufttemperatur um ca. 1 (Grad) K zugenommen, von 13,9 auf 14,8 o C. Was bedeutet das aber für die Energiebilanz der Atmosphäre? Die Erhöhung der Energie ∆E eines Gases berechnet sich zu
∆E=M*∆τ*R (7)
(Energieänderung = Masse *Temperarturänderung *Gastkonstante). Damit hat sich bisher die Energie der Atmosphäre relativ lediglich um
1-(274: 273) *100 = 0,36 Prozent (8)
erhöht. In absoluten Zahlen sieht es aber bedeutend dramatischer, ja geradezu düsterer aus! Die Energie der Atmosphäre hat sich damit insgesamt um die gigantische Zahl von
∆E= M*∆τ*R = 0,17*1019 kg*1 K*300 J/(kg*K) ≈ 0,5*10^21 J erhöht!

Siegfried Marquardt 15.12.2017

Diese Energie entspricht dem Äquivalent von 0,5 Tera (Billionen) Tonnen an Sprengkraft TNT. Was für Auswirkungen dieser Energieanstieg hat, davon kann sich jedermann fast alltäglich überzeugen, wenn nicht unmittelbar und direkt betroffen, so doch in den (TV-) Medien! Beispielsweise konnten im vergangenen Jahr 11.000 extreme Witterungsereignisse laut UN-Klimabericht weltweit registriert werden. Die Verdoppelung des Temperaturanstieges auf zwei K vom Jahresmittel wird die Menschheit nicht mehr überleben, weil die Energiezunahme dann einem Äquivalent von einer Billion Tonnen an Sprengkraft von TNT entspricht! Dies ist das Äquivalent von einer Millionen Wasserstoffbomben.

Intensitätszunahme vonn Stürmen
Siegfried Marquardt 15.12.2017

Ausgehend vom globalen Temperaturanstieg in der Atmosphäre mit ca. 1 respektive 2 K und der terrestrischen Energiezunahme, stellt sich die berechtigte Frage, wie sich die Geschwindigkeit von extremen Stürmen (Orkanen, Hurrikane, Taifune) verändert. Um dies herauszufinden, muss man die thermische Energieveränderung der kinetischen Energieveränderung gleichsetzen. Es gilt dann
m*∆v²*0,5 = m*∆τ*R. (10)
Da sich die Masse m aus beiden Seiten herauskürzen lässt, ergib sich
∆v²*0,5 = ∆τ*R. (11)
Damit nimmt die Geschwindigkeitsänderung ∆v von Stürmen im Durchschnitt um
∆v=√2*∆τ*R (12)
zu.

Nach 40 Jahren nahmen die Spitzengeschwindigkeiten um fast 100 km/h zu
Siefried Marquardt 15.12.2017

Bei 1 K Temperaturänderung vom Jahresmittel macht dies eine mittlere Geschwindigkeitsänderung von
∆v=√2*1*300 m²/s² ≈ 24,5 m/s = 88, 2 km/h (13)
aus Und bei 2 K erhöht sich die Geschwindigkeit im Mittel von Wirbelstürmen um
∆v=√2*2*300 m²/s² ≈ 34,6 m/s = 124,56 km/h. (14)
Mitte, Ende der sechziger Jahre betrugen die Spitzengeschwindigkeiten von Wirbelstürmen über dem Atlantik auf Höhe der USA noch ca. 150 km/h. Nach vierzig Jahren nahmen die Wirbelstürme bereits Spitzenwerte von 250 km/h an. Dies stimmt mit Gleichung (13) in Näherung recht gut überein! Jeder weitere Kommentar erübrigt sich hier.
Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

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