Versammlung der IPUParlamentarier aus aller Welt fordern konsequenten Klimaschutz

Auf der 137. Versammlung der Interparlamentarischen Union in Sankt Petersburg (Russland) haben sich Parlamentarier aus aller Welt klar zum Abkommen von Paris und für konsequenten Klimaschutz ausgesprochen und damit ein wichtiges Zeichen für die UN-Klimakonferenz in Bonn 2017 (COP 23) gesetzt.

Orientierung am 1,5 Grad Limit

In der Resolution geht es aber nicht nur um das Pariser Klimaabkommen und die notwendigen nächsten Schritte. Es geht auch um die Situation der vulnerablen Inselstaaten, die schon jetzt die Auswirkungen der Klimakrise spüren. Während der Ausschusssitzung in Sankt Petersburg mahnten insbesondere Vertreter der kleinen Inselstaaten eindringlich, dass das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius unbedingt eingehalten werden muss. Die Klimakrise ist nichts abstraktes, das in der Zukunft stattfindet, die Auswirkungen dieser Krise sind bereits jetzt massiv. Die Zukunft der kleinen Inselstaaten ist bedroht, wenn es nicht schnellstens ein Einlenken der Staatengemeinschaft gibt. Parlamentarier aus verschiedenen Ländern bedauerten den Rückzug der USA aus den Bemühungen, die Klimakrise in den Griff zu bekommen und betonten die Notwendigkeit eines Zusammenhaltes der anderen Nationen. Die Resolution soll am 12. November 2017 im Rahmen der Sitzung der Interparlamentarischen Union (IPU) in Bonn endgültig beschlossen werden.

Austausch von ParlamentarierInnen aus aller Welt

Die IPU Resolution zur Klimakonferenz in Bonn wurde im Ausschuss für nachhaltige Entwicklung, Finanzen und Handel erarbeitet und von Bärbel Höhn und Inia Seruiratu vorbereitet. Bärbel Höhn war in der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestags grüne Abgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses. Inia Seruiratu ist Mitglied des Parlamentes der Republik Fidschi. Die IPU ist ein Zusammenschluss von Parlamentariern weltweit. Sie wurde 1889 gegründet um eine neutrale und konfliktunabhängige Plattform für den Austausch von Parlamentariern aus unterschiedlichen Ländern zu bieten. Aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Themen von internationalem Interesse für Parlamentarier werden dort, in enger Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, diskutiert. Insbesondere der Schutz und die Achtung der Menschenrechte, die Förderung von Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie nachhaltige Entwicklung, Finanzen und Handel werden dort behandelt. So auch das Thema Klimaschutz.

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