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24. UN-Klimakonferenz Regelwerk für das Klimaabkommen

Diese Woche startet die 24. UN Klimakonferenz in Katowice in Polen. Zwei Wochen lang werden die 195 Vertragsstaaten wieder über Klimaschutzbeiträge, über Transparenz in der Berichterstattung und über Klimafinanzierung, also die Unterstützung der Entwicklungsländer durch die Industrieländer, verhandeln.

Auf der Conference of the Parties (COP24) soll dem historischen Abkommen von Paris neues Leben eingehaucht werden. 2015 in Paris bei der COP21 haben sich die Vertragsstaaten darauf geeinigt, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad - wenn möglich auf 1,5 Grad - zu begrenzen.

Kohleausstieg, Verkehrswende & Agrarwende

Um das zu erreichen, muss die EU und insbesondere Deutschland jetzt liefern. Aber gerade Deutschland hinkt beim Klimaschutz hinterher. Damit muss jetzt Schluss sein. Nur mit einem konsequenten Klimaschutz lässt sich die Klimakrise abwenden. Die Bundesregierung muss jetzt umsteuern und endlich handeln.

Wir brauchen einen schnellen Kohleausstieg und eine Energiepolitik, die Erneuerbare wieder voranbringt statt auszubremsen. Wir brauchen eine Agrarwende hin zu einer umwelt- und klimafreundlichen Landwirtschaft. Und wir brauchen eine Verkehrswende – gerade hier hat die Bundesregierung bisher komplett versagt.

Deutschland erhält Negativ-Preis von Umweltschützern

Und auch auf der COP24 wird das deutsche Klimaversagen erneut deutlich. Zur Halbzeit der COP in Polen hat Deutschland den Negativ-Preis von Umweltschützern den „Fossil of the Day“ erhalten. Damit wird auf der Klimakonferenz jeden Tag ein Staat ausgezeichnet. Die Gründe, warum Deutschland mit diesem unrühmlichen Preis ausgezeichnet wurde, liegen auf der Hand: Das nationale Klimaziel bis 2020 ist vom Tisch, die Bundesregierung bremst ein höheres EU-Klimaziel für 2030 aus und der Kohleausstieg wird nicht angepackt.

Und Deutschland ist schon lange kein Vorreiter mehr in der Klimapolitik. Lediglich auf Platz 27 landet Deutschland im auf der COP vorgestellten Klimaschutz-Index der Umweltorganisation Germanwatch. Hinter Marokko, der Ukraine und Brasilien. Vergangenes Jahr wurde Deutschland noch auf Rang 22 bewertet. 

Erderwärmung auf 2 Grad begrenzen braucht entscheidende Schritte

Auf der diesjährigen COP soll das sogenannte Regelwerk für die Einhaltung des Pariser Abkommens verabschiedet werden. Außerdem sollen das erste Mal die nationalen Klimabeiträge überprüft und im besten Fall erhöht werden. Derzeit sind die wenigsten Staaten mit ihren Klimabeiträgen auf dem 1,5 Grad Ziel, sie sind noch nicht mal auf dem 2 Grad Ziel.

Deutschland und der Europäischen Union (EU) kommt dabei eine bedeutende Rolle zu, denn die EU wird nach dem Austritt der USA durch Donald Trump als der Schrittmacher in der Klimapolitik gesehen. Eine Ankündigung der EU, ihre Klimaziele bis zur nächsten COP 2019 zu erhöhen und ambitionierter zu gestalten, würde ein positives Signal auch an Schwellen- und Entwicklungsländer senden.

Aktuell erwartete Erderwärmung: 3,2 Grad

Diverse Berichte bestätigen uns: derzeit befinden wir uns auf einem Weg, bei dem sich die Erdtemperatur um durchschnittlich circa 3,2 Grad (im Vergleich zur der Zeit vor der Industrialisierung) erhöhen wird.

Auf der UN-Klimakonferenz müssen endlich die wichtigen Schritte in die Wege geleitet werden, um die Erderwärmung noch zu begrenzen. Nur so haben wir eine Chance, unseren Kindern und Enkeln einen lebenswerten Planeten hinterlassen zu können.

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