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Klimakonferenz (COP23) in BonnStaatenbündnis verabschiedet sich aus der Kohleverstromung

Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe mit Tagebau Welzow Süd

Die 23. UN-Weltklimakonferenz in Bonn ist nach zwei Wochen jetzt beendet. Unsere Bewertung der Ergebnisse gibt es hier.

Das Klimaabkommen von Paris wirkt. Nach der überraschend schnellen Ratifizierung und dem Inkrafttreten innerhalb eines Jahres zeigen immer mehr Staaten, dass es ihnen ernst mit dem Klimaschutz und dem vereinbarten 2-Grad-Ziel ist.

Internationale Allianz von Staaten für den Kohleausstieg

Jüngstes Beispiel ist die Erklärung von über 18 Staaten, aus der klimaschädlichen Kohle auszusteigen. Spätestens im Jahr 2030 soll für die Industriestaaten Schluss sein. Interessant an der Erklärung ist, dass es den Unterzeichnern dabei nicht nur um Klimaschutz geht.

Auch die Tatsache, dass erneuerbare Energien inzwischen eine kostengünstige Alternative sind, wird ebenso hervorgehoben wie der Nutzen für die Gesundheit der Bevölkerung. Denn durch das Abschalten von Kohlekraftwerken werden auch gesundheitsschädliche Emissionen vermieden.

Doch Deutschland ist nicht dabei

Peinlich: Gastgeber Deutschland ist nicht dabei. Dabei ist Deutschland nicht nur Gastgeber der diesjährigen Klimakonferenz in Bonn, sondern nach wie vor auch Weltmeister bei der Förderung der klimaschädlichen Braunkohle. Und das, obwohl der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung längst bei deutlich über 30 Prozent liegt.

Auch hierzulande werden die Forderungen immer stärker, endlich aus der klima- und umweltschädlichen Kohleverstromung auszusteigen. Zuletzt hatte ein breites Bündnis von über 50 Wirtschaftsunternehmen mehr Klimaschutz eingefordert und sich dabei unter anderem für einen Kohleausstieg ausgesprochen. Die Initiatoren des Appells vom 16. November 2017 wollen bis zur nächsten Klimakonferenz in Polen (COP 24) die Anzahl der Unterstützer auf mindestens 50 erhöhen. Eine gute Gelegenheit für Deutschland, sich anzuschließen und endlich ernst zu machen, damit die Klimaschutzziele erreicht werden.

Annalena Baerbock beantwortet Fragen zum Beginn der COP 23.

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