FilmpolitikMehr Kreativität, Transparenz und Vielfalt

Tabea Rößner in ihrer Rede vor dem Bundestag am 3. Juni 2016: "Es ist unsere Aufgabe, den Kreativen ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Kreativität auch entfalten kann."

Am 3. Juni 2016 debattiert der Bundestag erstmals über den Regierungsentwurf zur Novelle des Filmfördergesetzes (FFG). Das Gesetz soll Anfang 2017 in Kraft treten. Der Regierungsentwurf sieht zwar die ein oder andere Verbesserung für die Filmbranche vor, dennoch gibt es für uns als Bundestagsfraktion zentrale Kritikpunkte. So fehlen Instrumente, mit denen Filmemacherinnen und Filmemacher mehr Freiraum für ihre Kreativität bekommen. Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass das Antragsverfahren vereinfacht wird und Kreative mehr Plätze in den Gremien der Filmförderung bekommen. Auch vermissen wir klare Regeln, mit denen das komplizierte System der Filmförderung transparenter gestaltet werden könnte. Wir fordern deshalb ausführliche Berichtspflichten der Filmförderanstalt (FFA) und ein zentrales Filmregister.

Dringend notwendige Verbesserungen

Im Gesetzgebungsverfahren werden wir uns außerdem dafür einsetzen, dass die Vielfalt der Filmbranche stärker gefördert wird, etwa durch eine Frauenquote oder eine faire Vergabe von Referenzpunkten. Entsprechende Verbesserungen am Gesetzentwurf der Bundesregierung sind dringend notwendig, damit künstlerische Innovationen angemessen unterstützt werden und das Kulturgut Film sich auch in Zukunft entwickeln und entfalten kann.

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Für mehr Freiheit, Offenheit und Solidarität im Film (pdf)

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