Werkstätten für behinderte Menschen

Ein paar Euro mehr Lohn ist zu wenig

Auf dem Gelände einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten Menschen, die an Tischen sitzen oder im Rollstuhl fahren oder Material tragen.
14.05.2019

Viele behinderte Menschen arbeiten in Werkstätten für behinderte Menschen.
Zuerst sind sie dort im Eingangs-Verfahren und im Berufs-Bildungs-Bereich.
Dort bekommen sie ein bisschen Geld von der Arbeits-Agentur.
Das Geld heißt Ausbildungs-Geld.

Das will die Bundes-Regierung:
Behinderte Menschen sollen mehr Ausbildungs-Geld bekommen.
Deshalb hat die Bundes-Regierung ein Gesetz gemacht.
Die grüne Partei im Bundes-Tag findet das gut.
Aber es soll bald noch mehr Ausbildungs-Geld geben.
Sie hat für das Gesetz gestimmt.

Aber es gibt ein Problem.
Nach dem Berufs-Bildungs-Bereich kommen die behinderten Menschen in den Arbeits-Bereich.
Zum Beispiel in die Holz-Werkstatt. Oder die Gärtnerei.
Dort bezahlt die Werkstatt den Lohn.
Der Lohn ist sehr niedrig.
So hoch ist der Lohn aber mindestens:
So hoch wie das Ausbildungs-Geld.
Das nennt man Grund-Lohn.
Deswegen gibt es mehr Grund-Lohn,
wenn es mehr Ausbildungs-Geld gibt.

Aber die Werkstätten haben sich beschwert.
Das haben die Werkstätten gesagt:
Die Werkstätten können nicht mehr Lohn zahlen.
Wenn es mehr Grund-Lohn gibt,
müssen wir den Menschen  weniger zahlen,
die gut arbeiten.

Deshalb haben die Parteien CDU und SPD im Bundes-Tag das Gesetz verändert.
Das haben sie geändert:
Es gibt mehr Grund-Lohn.
Aber erst nächstes Jahr.
Und dann ist der Grund-Lohn weniger als das Ausbildungs-Geld.
Erst in vier Jahren ist der Grund-Lohn wieder so viel
wie das Ausbildungs-Geld.

Das will die Grüne Partei im Bundes-Tag: Alle Werkstätten sollen sagen, was sie verdienen. Sie sollen mehr Lohn zahlen.