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MenschenrechtserklärungMenschenrechte respektieren, schützen und fördern

Sehen Sie hier die Kurzzusammenfassung unserer Konferenz im Video.

Unter der Überschrift „RESPECT. PROTECT. PROMOTE.“ lud die Grüne Bundestagsfraktion anlässlich des 70. Jahrestags der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 07.12.2018 zu einer Konferenz in den Bundestag ein. Einen Tag lang diskutierten 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die derzeitigen Herausforderungen des nationalen und internationalen Menschenrechtsschutzes.

Sternstunde der Menschheit

Anton Hofreiter, Ko-Vorsitzender der Bundestagsfraktion, verdeutlichte in seinem Grußwort, dass die universellen Menschenrechte das Fundament für unser Zusammenleben bilden und deren Achtung die elementare Grundlage für Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und nachhaltige Entwicklung sei.

Er zählte zahlreiche aktuelle Herausforderungen in der Menschenrechtspolitik auf: vom Umgang mit Geflüchteten in Europa, ihrer Ausbeutung als ArbeitsmigrantInnen, Menschenrechtsverletzungen beim Rohstoffabbau bis zur groben Missachtung von Frauenrechten.

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und ehemalige Beauftragte für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Claudia Roth, betonte, wie notwendig gerade jetzt ausdauerndes und offensives Engagement in der Menschenrechtspolitik sei. Während wir die bisherigen Errungenschaften gegen die dauerhaften Attacken verteidigen, müssten wir uns gleichzeitig zutrauen, das Menschen- und Völkerrecht auch weiterzuentwickeln zu dürfen.

Bewegende Momente

Margarete Bause, menschenrechtspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, sprach sichtlich gerührt mit Lamija Adschi Baschar, Trägerin des Sacharow-Preises 2016 und irakisch-jesidische Menschenrechtsaktivistin. Gemeinsam mit Mirza Dinnayi berichtete diese von ihrem Martyrium in der Gefangenschaft durch den sogenannten IS im Nordirak.

Lamija prangerte an, dass viele Gefangene des IS schwerste Menschenrechtsverletzungen erleiden. Auch Mitglieder ihrer Familie befänden sich noch in Gefangenschaft. Sie schilderte, dass sie nie Politikerin werden wollte, aber ihre Erlebnisse sie motivierten, von diesen Grausamkeiten zu erzählen und die Straflosigkeit dieser Verbrechen zu bekämpfen. Ihr Einsatz und Mut beeindruckten.

Am Vor- und Nachmittag diskutierten die Gäste in verschiedenen Panels, unter anderem zu den Rechten von Minderheiten, ArbeitsmigrantInnen, im digitalen Raum und Menschenrechtsverletzungen beim Rohstoffabbau, sowie Internationalem Strafrecht, Kinder- und Frauenrechte und Osteuropa.

Engagiert in die Zukunft

Aeham Ahmad, palästinensisch-syrischer Pianist, begeisterte das Publikum mit seinem virtuosen Klavierspiel. Bei seinem Medley aus der „Ode an die Freude“ und „Die Gedanken sind frei“ lud er das Publikum zum Mitsingen ein. Die Konferenz stellte auch Möglichkeiten für zivilgesellschaftliches Engagement und mutmachende Geschichten vor, wie ein Schlaglicht zur Seenotrettung und Flüchtlingsschutz zeigte.

Die institutionellen Weiterentwicklungsmöglichkeiten aus nationaler und globaler Perspektive diskutierten im Abschlusspanel Beate Rudolf, Osai Ojigh und Agnieszka Brugger.

Gestärkt und motiviert ging die Grüne Bundestagsfraktion aus dieser Menschenrechtskonferenz heraus, fasste Kai Gehring, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, zusammen. Das Hausaufgabenbuch sei voll und die Freude über das Engagement groß.

Und hier zu den Berichten aus den Panels:

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