Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung und Optimierung unseres Web-Angebots. Nutzungsdaten dieser Webseite werden nur in anonymisierter Form gesammelt und gespeichert. Einzelheiten über die eingesetzten Cookies und die Möglichkeit, die Nutzungsdatenanalyse zu unterbinden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

VerkehrswendeAnforderungen an „Zukunft der Mobilität“

Ein Großparkplatz für Elektroautos im Zentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo, fotografiert bereits am 08.10.2015
Endlich will die Bundesregierung die Zukunft der Mobilität strategisch angehen. Wie sie das tun sollte, haben Annalena Baerbock, Anton Hofreiter und Cem Özdemir in einem Autorenpapier aufgeschrieben.

Die Bundesregierung will eine Kommission einsetzen, die eine Strategie zur Zukunft der Mobilität vorlegt. Höchste Zeit. Wir brauchen dringend Antworten auf veränderte Mobilitätsansprüche und im Kampf gegen Staus, Klimagase und Luftverschmutzung.

Erfolg kann die Kommission nur haben, wenn sie auf eine Verkehrswende setzt und alle beteiligten Akteure an einen Tisch holt. Es geht um weit mehr als um ein weiteres Verkehrsprojekt eines einzelnen Ministers.

Die Automobilindustrie ist einer unserer bedeutendsten Wirtschaftszweige im Land und das Auto für viele in unserer Gesellschaft Sinnbild für unsere Ingenieurskunst und wirtschaftlichen Erfolg.

Die deutsche Zukunft im Automobilbau

Ob deutsche Unternehmen bei der Mobilität von morgen mitmischen, entscheidet über unsere Wettbewerbsfähigkeit und letztlich auch unseren Wohlstand. Gleichzeitig ist diese Art der Mobilität aber auch für massive Gesundheits- und Umweltschäden verantwortlich und kann schon aus Klimaschutzgründen nicht in dieser Weise fortgeführt werden. Deshalb brauchen wir eine wirkliche Mobilitätswende hin zu mehr Fuß- und Radverkehr, mehr Bahnverkehr und emissionsfreien Fahrzeugen.

Tempo für Innovationen, Wertschöpfung und Klimaschutz

In Sachen Zukunft der Mobilität ist in den vergangenen Jahren politisch viel zu wenig passiert. Umso wichtiger ist, dass die von Union und SPD angekündigte Nationale Plattform „Zukunft der Mobilität“ nun zügig arbeitet und tragfähige Ergebnisse vorlegt. In einem Autorenpapier von Annalena Baerbock, Anton Hofreiter und Cem Özdemir zeigen wir einen Weg dahin.

Es ist Aufgabe der Politik, einen Ordnungs- und Investitionsrahmen für das Auslaufen des fossilen Verbrennungsmotors, die verstärkt automatisierte Steuerung von Fahrzeugen und den zunehmenden Verzicht auf ein eigenes Auto abzustecken. Darauf drängen wir, denn bezahlbare Mobilität, ambitionierter Klima- und Umweltschutz und eine innovative, wettbewerbsfähige Industrie sind das Zieldreieck, in dem die Mobilität der Zukunft spielt.

Damit die Nationale Plattform „Zukunft der Mobilität“ diese Aufgabe meistern kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden: 

  • Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen das Erdölzeitalter im Verkehr beenden: Der Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen muss vor die Klammer.
  • Mobilitätsinnovationen mitdenken, neue Geschäftsmodelle ermöglichen: Die Verkehrswende ist mehr als eine Antriebswende.
  • Wertschöpfung erhalten: Produktion in Deutschland und Europa sichert soziale und ökologische Standards.
  • Tempo machen: Ergebnisse müssen bis Anfang 2019 vorliegen.
  • Das Parlament und Länder umfassend beteiligen: Ein Konsens geht nur gemeinsam.

 

 

Mehr zum Thema Mobilität