Klimaverträgliche AutosBenziner? Diesel? – Elektromobilität!

Ladestation für Elektroautos
Kanzlerin Merkel behauptet, für den Klimaschutz seien Dieselautos unverzichtbar. Das ist falsch. Am Ende ist nur eine Elektromobilität betrieben mit erneuerbaren Energien klima- und umweltverträglich. Im Bild: Ladestationen für Elektroautos.

Seite 2: Hintergrund

Neuzulassung PKW

Aktuelle Zahlen Neuzulassungen von Personenkraftwagen nach Kraftstoffarten und Angaben zu CO2 und CO2-Ausstoß, Jahr 2015:

  • Diesel: durchschnittlich 130 g CO2/km
  • Benziner: durchschnittlich 129 g CO2/km

Dysprosium

Elektrische Geräte und Maschinen wie Elektroautos und herkömmliche Motoren benötigen verschiedene Metalle. Dysprosium ist kein Bestandteil der Akkus, sondern der Permanentmagneten im Elektromotor. Diese Magneten sind langlebig und können wiederverwendet werden.

Lithium

Auch Lithium wird von KritikerInnen der E-Mobilität gerne als kritisch angeführt. Circa ein Drittel des heute genutzten Lithiums wird in Akkus hauptsächlich für elektronische Geräte verwendet, ein weiteres Drittel für die Glas- und Keramikherstellung. Der Rest verteilt sich auf verschiedene Anwendungen. Lithium ist zurzeit so reichlich vorhanden, dass es sich wirtschaftlich noch nicht lohnt, es aus Batterien zu recyceln – umweltpolitisch wäre es aber sinnvoll.

Recycling ist bei Metallen wie bei Lithium besonders gut möglich, da Metalle sich nicht verbrauchen. Auto-Akkus können wie auch Akkus aus elektronischen Geräten heute schon recycelt werden. Die Technik ist die gleiche und steht für den Moment zur Verfügung, in dem Lithium knapp werden wird.

Bei Verbrennungsmotoren ist hingegen der einmal verbrannte Kohlenwasserstoff nicht recycelbar und treibt die Klimakrise an.

Rohstoffverbräuche

Ein paar Zahlen zum Vergleichen:

  • Weltweite Jahresproduktion Dysprosium: 100 Tonnen, davon ein Teil für wiederverwendbare Permanentmagneten
  • Weltweite Tagesproduktion Erdöl: 12,5 Millionen Tonnen, davon wird über die Hälfte im Verkehrssektor verbraucht
  • Jahresverbrauch von Kraftstoffen in Deutschland 2016: 56,7 Millionen Tonnen

Auswirkungen Erdölförderung

Gleich vierfach verseucht das „schwarze Gold“ das Meer: durch Unfälle, durch das sogenannte Produktionswasser, durch ölhaltigen Bohrschlamm, gemischt mit Bohrabfällen (sogenanntes Bohrklein) und schließlich durch die Abfackelung von Gas. Nach Schätzungen der Oslo-Paris-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt (OSPAR), gelangten 1999 rund 9000 Tonnen Öl aus dem Alltagsbetrieb der Anlagen in die Nordsee. Darüber hinaus werden Jahr für Jahr rund 100.000 Tonnen Chemikalien eingeleitet.

Fazit: Also allein im Alltagsbetrieb gelangt 90 Mal mehr Öl allein in der Nordsee in die Umwelt als Dysprosium weltweit überhaupt genutzt wird!

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1 Kommentar
Elektrofahrzeuge - alleinige Retter der Umwelt?
Yul Kuziemski 28.10.2017

Mir scheint, dass Bio-Kraftstoffe der 2. Generation - aus Rest-, Abfall- oder anderen Stoffen wie Altöl, Gülle oder Stroh, welche nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln stehen - vollkommen unbeachtet bleiben. Also Biomethan oder Bioethanol. Sie ließen sich sofort verwenden im Schwerlastverkehr und bei landwirtschaftlichen Maschinen, auch bei Diesel-PKW. In vielen Ländern gibt es sogar das E-85 Gemisch, welches hierzulande abgewürgt wurde. Ich halte die Diskussion für zu einseitig. Hauptproblem beim E-Auto: Der Akku! Bau, Haltbarkeit und Entsorgung werfen neue Probleme auf. Und woher kommt eigentlich der Strom, der in die Akkus soll?

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