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Grünes FachgesprächDen Abgasskandal aufklären

Was tun, wenn´s brennt? Diese eine Frage stellen sich seit Bekanntwerden des VW-Skandals um manipulierte Abgasmessungen die Automobilbranche, Umweltverbände und politische Entscheider. Die Folgen des Abgasbetrugs für den Volkswagenkonzern sind gravierend. Doch stimmt die These vom „Einzelfall VW“? Der Verbrennungsmotor ist durch die zahlreichen Nachweise erhöhter Schadstoff- und CO2-Emissionen insgesamt gehörig ins Stottern geraten. Was sind die Ursachen für wirklichkeitsferne Testergebnisse, jahrelange Verbrauchertäuschung und massive Gesundheitsgefährdung? Warum hat die Bundesregierung alle Hinweise auf Manipulationen und erhöhte Gesundheitsgefahren ignoriert? Wir Grüne im Bundestag wollen Licht ins Dunkel der Affäre bringen, wollen aufklären und gezielt die Ursachen von „Diesel-Gate“ benennen. Nur dann werden Politik und Automobilindustrie die richtigen Konsequenzen ziehen.

Auf unserem Fachgespräch „Abgas-Skandal aufklären – Deutsche Autoindustrie stärken“ am 6. Oktober haben wir Experten vom Verband der Automobilindustrie über den ADAC bis zur Deutschen Umwelthilfe und dem Umweltbundesamt die Chance gegeben, ihre Sicht der Geschehnisse darzustellen. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Der Skandal massiv erhöhter Emissionen bei Diesel-Pkw ist seit Jahren bekannt gewesen, bei den neuesten Modellen der EURO 6-Norm seit dem Jahr 2012.
  • Das Kraftfahrtbundesamt hat die Probleme komplett ignoriert. Im Gegensatz etwa zu den USA gibt es in Deutschland keine Transparenz für die Verbraucherinnen und Verbraucher über die realen Autoemissionen.
  • EURO 6-Dieselmodellen sind im Durchschnitt signifikant umweltfreundlicher als Vorgängermodelle, überschreiten die zulässigen Nox-Grenzwerte aber immer noch um das Dreifache.
  • Durch unrealistische CO2-Messungen werden die Klimaziele der Bundesregierung in Frage gestellt und es entgeht dem Staat bei der Kfz-Steuer Jahr für Jahr ein dreistelliger Millionenbetrag.
  • Ein künftiges Testverfahren zur Typzulassung muss Autos sowohl im Labor als auch im Straßenbetrieb messen. Abweichungen dürfen hier nur noch minimal sein.
  • Feldüberwachungen von Fahrzeugen im Bestand müssen regelmäßig die Dauerhaltbarkeit von Abgastechnologien prüfen.
  • Beim Thema Elektromobilität hat die deutsche Politik die Automobilindustrie weitgehend im Stich gelassen.

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