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Studie Elektromobilität bringt auch Arbeitsplätze

BMW-Mitarbeiter arbeiten in der Produktion des BMW i3 im BMW Werk Leipzig / Sachsen.
Eine neue Studie des Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung befasst sich mit den Herausforderungen des Ausbaus der Elektromobilität für das Wirtschaftswachstum und die Arbeitspätze. Neue Beschäftigung wird es dabei weniger im Fahrzeugbau selbst geben, aber dafür in anderen Branchen. Das hängt mit dem Investitionsbedarf durch die Elektromobilität zusammen. So profitieren zum Beispiel der Maschinenbau, das Baugewerbe, aber auch die Informations- und Kommunikationstechnologie und die Weiterbildungsbranche.

Eine aktuelle Studie des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung befasst sich mit den Herausforderungen des Ausbaus der Elektromobilität für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.

Misslich ist, dass in den Medien besonders die Botschaft vermittelt wurde, dass durch den Umbau viele Arbeitsplätze bis 2035 gefährdet seien.

Studie zeigt: Perspektiven für neue Arbeitsplätze

In der Berichterstattung wurde aber oft übersehen, dass durch die Umstellung auf die Elektromobilität erst einmal positive Beschäftigungseffekte bis zum Jahr 2022 prognostiziert werden. Im Jahr 2019 werden durch den Umbau zur E-Mobilität etwa 40.000 mehr Menschen beschäftigt sein als bei einem Weiter-so. 2020 sind es noch immer etwa 30 Tausend mehr Jobs.

Neue Beschäftigung wird es dabei weniger im Fahrzeugbau selbst geben, aber dafür in anderen Branchen. Das hängt mit dem Investitionsbedarf durch die Elektromobilität zusammen. So profitieren zum Beispiel der Maschinenbau, das Baugewerbe, aber auch die Informations- und Kommunikationstechnologie und die Weiterbildungsbranche. Auch die Energieversorger profitieren selbstverständlich von der Umstellung auf Strom als Antriebsmittel und werden dauerhaft neue Stellen schaffen. Dabei wird es grundsätzlich eine Nachfrage nach Arbeitskräften aller Qualifikationen geben, Fachkräfte und ExpertInnen werden besonders profitieren.

Interessant an den Prognosen ist vor allem folgender Punkt: Anhängig davon, wie sich die Batterieproduktion in Deutschland entwickelt sind auch langfristig positive Wirtschafts- und Beschäftigungseffekt zu erwarten. Hier anzusetzen ist Aufgabe eines langfristig denkenden Managements. Politisch gilt es geeignete wirtschafts- und beschäftigungspolitische Voraussetzungen zu schaffen.

Elektromobilität ist ökologisch notwendig, ökonomisch sinnvoll und sichert Arbeitsplätze

Dass die Klimakrise unser aller Wohlbefinden und Wohlstand gefährdet, liegt auf der Hand. Massive Unwetter, Dürren und Fluten erleben wir schon heute in zunehmenden Maße. Darunter leiden die Menschen und es entstehen zudem Milliardenschäden unter denen auch die Wirtschaft leidet.

Auch die meisten Regierungen haben das erkannt und mit dem Pariser Klimaabkommen einen Meilenstein gesetzt. Um die damit verbunden Ziele zu erreichen und den Menschen bessere Lebensbedingungen zu verschaffen, werden in immer Mehr Ländern und Städten hohe Anforderungen an Technologien gesetzt - seien es für Autos oder andere Maschinen.

Umsteuern auf Elektromobilität: Beginnt langsam auch bei deutschen Autobauern

Andere Länder stellen deshalb zunehmend strengere Anforderungen an die Umweltfreundlichkeit von Autos. Norwegen wird beispielsweise ab 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zulassen, Frankreich und Kalifornien ab 2040. In China wird vor allem aus Industriepolitischer Motivation massiv in die Produktion von Elektroautos und Batteriezellen investiert. Gleichzeitig werden ambitionierte Elektroquoten für Hersteller aufgestellt.

Es muss von daher aus ökonomischer Sicht im ureigenen Interesse unserer Industrie sein, diese Trends nicht zu verschlafen und sich dementsprechend aufzustellen. Der Blick nach Detroit zeigt, welche schweren wirtschaftlichen und auch sozialen Verwerfungen zu erwarten sind, wenn gerade große Konzerne den Anschluss verlieren. Viele Unternehmen haben das inzwischen erkannt. Auch bei der deutschen Automobilindustrie ist ein langsames Umdenken erkennbar.

Von daher ist richtig: Wenn der ökologische Umbau nicht von den Unternehmen mit politischer Unterstützung konsequent vorangetrieben wird, dann sind viele Arbeitsplätze in ernsthafter Gefahr. Wer dagegen ökologische Leitplanken setzt, planbare und verbindliche Ziele formuliert und die Unternehmen in die Pflicht nimmt und bei der Veränderung unterstützt, der betreibt vorausschauende Politik für gute und sichere Arbeitsplätze.

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