Grünes FahrradforumHochschalten statt Ausbremsen

Am 15. April 2016 haben wir Grüne im Bundestag unser 1. Fahrrad-Forum veranstaltet und damit verdeutlicht: Wir wollen den Radverkehr zu einem zentralen verkehrspolitischen Thema in Deutschland machen.

Dass das Fahrrad gesund und umweltfreundlich und Fahrradpolitik kostengünstig ist, hob Anton Hofreiter in seiner Begrüßung hervor. Die Niederlande und Kopenhagen zeigen, was möglich ist, wenn man Radverkehr systematisch fördert. Auch in Deutschland gibt es gute Ansätze, etwa in Münster oder München. Auch der Fahrradtourismus erlebt hierzulande seit Jahren mehr und mehr Anhänger. Um den Trend zum Radverkehr zu unterstützen, muss der Bund Kommunen und Länder stärker unterstützen. So boomen etwa im Schatten der Debatte über mehr Elektroautos längst die elektrisch unterstützten Zweiräder. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland über 500.000 Pedelecs verkauft. Im Thesenpapier „Für einen Neustart in der Radpolitik“ heißt es: "Der Wandel der Mobilität wird gesellschaftlich viel stärker akzeptiert und praktiziert, als weite Teile der Politik es bisher nachvollziehen.“

Die Verkehrslage ändert sich

Die Verkehrsrevolution, die das Fahrrad zur alltäglichen Alternative für alle macht, blendet Bundesverkehrsminister Dobrindt völlig aus. Es ist aber absehbar, dass sich die Infrastruktur an mehr und schnellere Fahrradfahrer anpassen muss. Ebenso ist der Bund gefordert, für bessere Abstellmöglichkeiten zu sorgen und das riesige Problem des Fahrraddiebstahls effektiver zu verhindern.

Anton Hofreiter versprach, dass die Grünen in der Fahrradpolitik „auf dem Sattel bleiben“ und den Druck auf den Bundesverkehrsminister erhöhen werden. Denn die Verkehrspolitik muss sich in Deutschland grundlegend erneuern. Unser Verkehrssystem ist nicht zukunftsfähig. Es erzeugt tausende Unfälle, Verletzte und Tote. Es belastet die Luft in den Städten und verschuldet schwere Atemwegs- und Krebserkrankungen. Auch der Lärm macht Menschen krank. Jahr für Jahr reihen sich Staus in einer Gesamtlänge von über einer Million Kilometer. Die grüne Bundestagsfraktion will eine Mobilitätspolitik, die an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, nicht an den Interessen von Öl-, Auto- und Baukonzernen.

Mehr zum Thema Mobilität

1 Kommentar
Die "Weltretter" wieder....
Gast***** 26.04.2016

Das Fahrrad gibt es schon über 100 Jahre. Das ist keine Erfindung der Grünen.
Es gibt kein Gesetz welches Fahrräder verbietet. Überall kann man Fahrräder kaufen. Jeder darf sie benutzen.

WO IST DAS PROBLEM?

Man kann nicht für einen Freizeitspaß (und mehr ist das Rad nicht) übermäßig Ressourcen bereitstellen, während Straßen und Brücken verrotten. Die Wirtschaftsleistung Deutschlands läuft nunmal nicht übers Fahrrad.

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4398988